reflections

Into your Arms

 

Tina checkte gerade am Flughafen aus. Vier Wochen Urlaub lagen vor ihr und wie die letzten fünf Jahre verbrachte sie den ganzen August bei ihrem Bruder in Helsinki. Nur dieses Jahr flog sie das erste Mal ganz alleine ohne ihre Eltern. Diese wollten nämlich dieses Jahr in den warmen Süden fahren. Tina war das gerade recht, so konnte sie tun und lassen was sie wollte, da auch ihr Bruder die meiste Zeit arbeiten würde.
„Hey Tina! Was träumst du schon wieder rum?” Tina war so in Gedanken, das sie gar nicht  bemerkte das ihr Bruder schon vor ihr stand. „Oh Andi, ich hab dich gar nicht gesehen.“ „Ja das hab ich auch gemerkt.“ Er lachte. „Komm Schwesterherz lass uns gehen.“ Schon war er mit einem Koffer in der Hand unterwegs zum Ausgang. Ein kalter finnischer Wind begrüßte Tina als sie draußen vor dem Flughafen ankamen. „Also irgendwie kann ich unsere Eltern verstehen das die ins Warme wollen.“ „Die ganze Woche war das Wetter recht mild. Muss wohl an dir liegen das es jetzt so kalt ist, Schwesterlein.“ „Du bist echt blöd.“ Beide lachten. Tina liebte es sich mit ihrem Bruder zu stacheln. Sie sahen sich nur noch selten da ihr Bruder seid 5 Jahren ausgezogen war um einen Arbeitsplatz in Finnland anzunehmen. Deshalb genoss Tina ganz besonders die Zeit wenn sie nach Finnland kam. Endlich waren sie an Andis Auto angekommen. „Was musst du auch dein Auto immer auf den Parkplatz stellen der am weitesten vom Flughafen entfernt ist.“ „Das mach ich nur, weil ich dich so lieb hab.“ Nachdem Tinas Gepäck endlich im Auto verstaut war fuhren sie los.
„Na was willst du heut Abend essen?“ „Ich weiß nicht.“ Sie fuhren gerade auf den Parkplatz vor Andis Wohnung. „Du bist wieder hilfreich.“ „Was hältst du davon wenn wir heute zur Feier des Tages essen gehen.“ „Ok, des können wir machen. Italienisch, chinesisch, griechisch oder was anderes?“ „Ich wäre für italienisch.“
Nachdem Tina ihre Koffer ausgeräumt hatte, beschloss sie erst Mal unter die Dusche zu hüpfen. Als das Wasser auf ihren Körper brasselte hing Tina mal wieder ihren Gedanken nach als es auf einmal an der Badezimmertür klopft. „Hey Tina, ich muss noch mal kurz auf die Arbeit fahren. Ich bin aber so um halb acht wieder da.“ „Ja ok, bis später.“
Zwar frisch geduscht, aber immer noch genau so kaputt wie vorher, beschloss Tina sich erst mal auf dem Sofa ein bisschen auszuruhen. >Irgendwas fehlt noch.< , dachte sie sich. Sie durchstöberte die CD Sammlung ihres Bruders und wurde auch schnell fündig. „Sleepy Buildings von The Gathering genau die hab ich gesucht. Zum Glück haben Andi und ich den gleichen Musikgeschmack ” Nachdem nun auch die richtige Musik gefunden war zündete sie sich eine Zigarette an und macht es sich auf dem Sofa bequem. Sie genoss die Ruhe in der Wohnung. Ihr Leben war in letzter Zeit sehr stressig gewesen. Sie hatte dieses Jahr ihr Fachabitur gemacht und die Trennung von ihrem Freund mit dem sie ein Jahr zusammen war, war auch nicht ohne Spuren an ihr vorbei gegangen. Tina saß noch lange da, bis sie das Geräusch der Haustüre hörte, das sie schließlich aus ihren Gedanken riss.
„Na Schwesterherz, haste dich ein bisschen ausgeruht.“ „Ja bin schon fast wieder fit.“ „Da können wir ja gleich essen gehen. Ich hab nämlich en Bärenhunger.“ Wie als würde ihr Bauch für Tina antworten, knurrte er so laut das man es im ganzen Wohnzimmer hörn konnte. „Wie ich höre hast du auch Hunger.“ Schon warn sie auf dem Weg zum Italiener. Zum Glück hatte Andi noch daran gedacht einen Tisch zu reservieren, den als die zwei im Restaurant ankommen, war dieses schon total überfüllt. „Was ist den hier passiert? Als wir letztes Jahr hier immer essen warn, war das nie so voll.“ „Ach seid einer der HIM Jungs in einem Interview gesagt hat, dass wäre ihr Lieblingsitaliener tummeln sich hier ständig die Fans rum in der Hoffnung einen der Jungs hier zu treffen.“  „Oh mein Gott. Ich bin zwar auch ein Fan von den Jungs, aber ich würde nie auf so eine Idee kommen.“ „Tja, aber das hier wird auch wieder anders. Die Jungs warn nämlich nur noch einmal da und da durften sie die ganze Zeit Autogramme schreiben und seid dem hab ich sie hier nicht mehr gesehen.“ „Würde ich auch nicht anders machen.“ „Jetzt aber mal en anderes Thema. Wie läufts eigentlich mit deiner Band?“ „Im Moment wieder richtig super. Nachdem wir Mike durch en Nico ersetzt haben, haben wirs endlich geschafft unser Demo aufzunehmen und haben das auch schon an verschiedene Plattenfirmen geschickt, aber es kam bis jetzt noch nix zurück. Müssen halt jetzt erst mal abwarten was kommt.“ „Ach das wird schon und dann wird meine kleine Schwester ein Star, aber wehe du sagst dann in einem Interview dass das dein Lieblingsitaliener ist, sonst muss ich das nächste mal zwei Wochen vorher reservieren bis ich hier en Tisch bekomm.“ „Du bist echt en Spinner.“ „Nee ich kenn nur deine Stimme und dein musikalisches Talent.“ „Schleimer, du willst doch dann nur en Teil von meinem Geld des ich dann verdien.“ „Ach Mist du hast mich mal wieder durchschaut.“ Jetzt konnten sich beide das lachen nicht mehr verkneifen. „Nein, aber jetzt mal ernst. Du hast wirklich ne geile Stimme und wenn das die Plattenbosse das nicht schnallen weiß ich auch nicht.“ „Na ja, wollen wir mal hoffen das irgendwas zurück kommt bis ich wieder zu Hause bin.“ „Ach was mir auch einfällt ich hab ne schlechte Nachricht. Ich muss übermorgen für ne Woche geschäftlich nach Norwegen.“ „Was machst du in Norwegen?“ „Ich muss da in verschiedenen Geschäftsstellen unserer Firma unser neues Produkt vorstellen. Ich hoffe es macht dir nix aus.“ „Nein vielleicht ist es besser wenn ich mal ganz allein Zeit für mich hab.“ „Ist es immer noch wegen Stefan?“ „Ja, ich häng einfach noch so en bisschen an ihm“ „Ja des ist klar ihr ward ja auch immerhin en ganzes Jahr zusammen.“ „Ich glaub ich komm erst wieder von ihm los, wenn ich die nächste `große´ Liebe gefunden hab.“ Als sie beiden ne riesen Pizza verdrückt hatten, bezahlte Andi schnell und sie gingen noch etwas spazieren. „Ich wusste gar nicht mehr das die Pizzen so groß waren.“ „Was hältst du davon wenn wir noch nen kleinen Abstecher machen und noch was trinken gehen.“ Gesagt getan und schon standen beide an der Theke der nächsten Kneipe und hatten ein Bier in der Hand. Sie redeten über Gott und die Welt und Tina wusste gar nicht mehr wann sie das letzte Mal so viel Spaß hatte. Nach ein paar weiteren Flaschen Bier entschieden sie sich in ihre Lieblingskaraokebar zu gehen. Na ja es war schon eher ein torkeln. In der Bar angekommen, machten sie es sich am nächsten Tisch bequem und machten sich über den Typen auf der Bühne lustig, der gerade lauthals „Like a virgin“ sang. Sie bestellten sich noch ein Bier und nachdem das geleert war entschieden sie sich dann doch endlich nach Hause zu gehen, da es schon kurz vor drei war. Da sie aber schon alles andere als nüchtern waren dauerte es fast eine Stunde bis sie endlich zu Hause angekommen waren.

 

Am nächsten Morgen, na ja eher Mittag, es war schon halb eins, wachte Tina mit einem riesen Kater auf. >Aspirin, Kaffee, Zigarette<, war das einzige was Tina in diesem Moment denken konnte und machte sich auf den Weg in die Küche. „Guten Morgen Schwesterherz!“ „Mein Gott du kannst doch net so rumschreien und außerdem warum geht’s dir net so beschissen wie mir? Müsstest du net eigentlich arbeiten?“ „Ich hab schon ne Kanne Kaffee intus und ich hab mir heut frei genommen.“ „Hast du mir wenigstens noch ne Tasse aufgehoben und vielleicht auch noch ne Aspirin für mich.“ Fünf Minuten später hatte Tina ne Tasse Kaffee und nen Aschenbecher vor sich stehen. Nach weiteren zehn Minuten merkte sie endlich das die Aspirin ihre Wirkung zeigt. „Du ich hab Kristin versprochen vorbei zu kommen.“ „Wer ist Kristin?“ „Na ja meine Freundin.“ „Ich wusste gar nicht das mein Bruderherz vergeben ist? Wie lange den schon?“ „So ungefähr fünf Monate“ „Schön ich freu mich für dich.“ „Ja gut, also ich muss dann auch mal los.“ „Ja bis später.“ Den ganzen Tag döste Tina vor sich hin, zu mehr wäre sie auch nicht in der Lage gewesen. Plötzlich klingelte das Telefon: „Hi Tina! Ich bins Andi. Geht’s dir wieder besser?“ „Ja ich kehr langsam wieder zu den Lebenden zurück.“ „Du ich wollt dir nur sagen das ich heut nicht mehr nach Hause komm. Ich hoffe des ist nicht all zu schlimm für dich.“ „Nein kein Problem“ „Ich hätte da nur eine kleine Bitte. Könntest du heute noch mal mit Jackie Gassi gehen?“ „Klar kein Problem. Das wollte ich eh noch machen.“ „Des ist echt lieb von dir und du weißt ja wo des Futter steht.“ „Ja weiß ich. Ein Becher bekommt er, oder?“ „Ja genau. Also dann bis morgen und danke noch mal“ „Ist doch nicht der Rede wert. Bis morgen.“ Tina entschied erst mal unter die Dusche zu gehen. Ihr ging es danach schon wesentlich besser. Also holte sie Jackie und entschloss mit ihm Richtung Hafen zu gehen. Sie lief und lief und endlich kam sie am Hafen an. >Wusste gar nicht mehr das der Weg hierher so weit war. Na ja es lohnt sich auch.< Sie setzte sich auf die nächste Bank und schaute sich das Treiben am Hafen an. Jackie hatte sich schön brav neben sie gelegt, da er merkte das es so schnell nicht weiter ging. >Den hat mein Bruderherz ja gut erzogen.< Es war in der zwischen Zeit auch schon dunkel geworden. Die Nacht war sternenklar und Tina hing mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, ihren Gedanken nach. Das einzige was sie in diesem Zustand noch hinbekam war sich eine Zigarette an zu zünden. Sie merkte gar nicht das auf einmal irgend ein Typ neben ihr stand und irgendwas auf finnisch daher brabbelte. Ihr finnisch war einfach zu schlecht um irgendwas zu verstehen. „Was?“ (Sorry bin zu faul um alles auf englisch zu schreiben) „Oh du bist nicht von hier. Ich hab nur gefragt, ob du mal Feuer für mich hast.“ „Ach so, klar. Bitteschön.“ „Danke.“ Als das Feuer sein Gesicht erhellte, fiel Tina die Kinnlade nach unten. „Oh mein Gott!“ „Du kannst mich auch einfach Mige nennen.“ (Dummer Witz, ich weiß, aber ich konnte ihn mir einfach net verkneifen) Er grinste sich einen ab. Nachdem Tina sich wieder einigermaßen gefasst hatte konnte sie sich auch ein grinsen nicht mehr verkneifen. „Ich bin Tina.“ Zu ihrer Verblüffung setzte er sich neben sie. „Und was machst du hier in Helsinki?“ „Ich mach Urlaub bzw. besuch meinen Bruder.“ Sie unterhielten sich über Gott und die Welt und merkten gar nicht wie die Zeit verging. Als Tina auf einmal auf die Uhr sah, fiel sie fasst von der Bank. „Ach du meine Güte! Es ist schon fast zwei Uhr!“
„Echt!? Hab gar nicht gemerkt wie die Zeit vergeht“ „Ja ich auch nicht. Also ich hab noch en etwas längeren Weg vor mir ich sollte wirklich los.“ „Oh schade. Na ja da kann man nix machen. Hättest du vielleicht Lust, das wir uns morgen wieder hier treffen?“ >Hat der mich des grad wirklich gefragt?< „Ja klar. Also dann bis morgen.“ Sie schnappte sich Jackie und lief los. >Ach du meine Güte. Ist des jetzt wirklich passiert?<

 

Mige blieb noch etwas auf der Bank sitzen. >Die war wirklich nett. Nicht so verkrampft wie die anderen Mädels die ich in den letzten Jahren kennen gelernt hab, obwohl ihr Gesicht war echt zum schreien als sie mich erkannt hat.< Bei diesem Gedanken konnte er sich ein weiteres Grinsen nicht verkneifen. >Ich sollte mich auch langsam mal auf den Weg machen, wenn ich morgen bei der Probe nicht fit bin bringt mich Ville um.< Also machte auch er sich auf den Weg nach Hause.

 

Es war fast drei Uhr, als Tina endlich zu Hause ankam. Sie gab Jackie noch schnell Futter und machte sich dann auch schnell fürs Bett fertig. Sie war totmüde und fiel wie ein Stein ins Bett und schlief sofort ein. Als sie von einem lauten Knall geweckt wurde. >Was zum Teufel ist en jetzt wieder kaputt?< Sie sah auf die Uhr. Es war schon zwölf Uhr. Sie ging in die Küche um sich einen Kaffee zu machen. Dort traf sie auf Andi der gerade Scherben zusammen kehrte. >Das wars also< „Morgen, was machsten hier fürn Krach?“ „Sorry, aber du weißt ja das ich etwas dabbisch bin. Bei dir scheint’s, aber gestern en bissl spät geworden zu sein?“ „Ja ich hab mich gut unterhalten.“ „Mit wem?“ „Mit Mige von HIM.“ „Was!? Wie kams en zu der Ehre?“ „Ich hab ihn am Hafen, als ich mit Jackie weg war, kennen gelernt und da treffen wir uns heut auch wieder.“ „Aja und ihr habt euch in einander verguckt.“ „Quatsch! Wir sind doch hier nicht in einem Kitschroman. Wir haben uns nur gut unterhalten, obwohl er war schon sehr, sehr nett“ Andi konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. „Na ja kann mir ja auch egal sein. Ich muss in ner Stunde zum Flughafen.“ „Ja ok. Ich mach mich fertig“ Eine Stunde später saßen beide im Auto auf dem Weg zum Flughafen. „Soll ich noch mit rein?“ „Nein, brauchst du nicht. Bin ja in ner Woche wieder da.“ „Also machs mal gut.“ „Ja und lass meine Wohnung stehen.“ „Ich werds versuchen“ Beide grinsten. Schon war Tina alleine unterwegs. >So und was mach ich jetzt?< Als sie zu Hause wieder ankam, legte sie sich erst noch mal aufs Ohr, da sie immer noch verdammt müde war.

 

Zeitgleich...

 

„Hey Mige! Du bist zu spät.“ „Ja sorry Ville, bin nicht rechtzeitig aus den Federn gekommen.“ „Was hasten heut Nacht getrieben?“ „Ach ich hab mich nett mit jemanden am Hafen unterhalten.“ Er grinste bei der Erinnerung an das nette Gespräch. „Aja war dieser jemand vielleicht weiblich.“ „Ja war er. Woher weißt du das?“ „Weil du grinst wie en Honigkuchenpferd. Und?“ „Was und?“ „Ja und wie ging’s weiter?“ „Nix weiter. Wir haben uns gut unterhalten und dann gingen wir beide heim.“ „Zusammen?“ „Nein, jeder getrennt.“ „Was mehr ist nicht passiert?“ „Ach Ville muss denn immer mehr passieren? Ich fands ziemlich entspannt sich einfach mal nur zu unterhalten.“ „Na ja wie du meinst.“ Die anderen drei Jungs die bis dahin amüsiert das Gespräch verfolgt hatten konnten sich jetzt kein grinsen mehr verkneifen. „Könnten wir jetzt auf hörn über meine neue Bekanntschaft zu reden und endlich zum proben kommen?“ Gesagt getan. Sie probten ein paar Songs, doch irgendwie schien heut der Wurm drin zu sein. Sie bekamen keinen Song wirklich hin. So entschieden sie sich eine Zigaretten Pause ein zu legen. „Sorry Jungs ich bin heut wirklich nicht so auf der Höhe.“ „Ach Mige jeder hat mal en schlechten Tag“ „Ja Ville ich weiß.“ „Auch wenn du mich gleich wieder böse anguckst, aber bist du dir sicher dass das Mädel dir nicht doch den Kopf verdreht hat. Auch wenn ihr euch erst ein paar Stunden unterhalten habt?“ „Ich weiß nicht. Vielleicht ein bisschen.“ „Hab ich’s doch gewusst. Unser kleiner Basser ist verknallt. Ist das nicht süß?“ „Spinner.“ Beide lachten. „Und wie geht’s jetzt weiter?“ meldete sich Linde mal zu Wort, der die ganze Zeit nur interessiert zugehört hatte. „Wir treffen uns heut Abend wieder am Hafen.“ „Na, des ist doch prima.“ Meinte jetzt wieder Ville. „Sag mal warum interessiert euch eigentlich mein Liebesleben so?“ „Weil du seid fast 1,5 Jahren keins mehr hattest.“ Jetzt mussten alle lachen. „Los Jungs lasst uns noch ein bisschen Musik machen, auch wenn’s heut net so läuft.“

 

Als Tina wieder ihre Augen aufschlug war es schon halb fünf. Jetzt war sie aber endlich seid ein paar Tagen wieder mal ausgeschlafen. >Was zieh ich den heut Abend an? Sag mal spinn ich jetzt! Des ist doch scheiß egal! Na ja trotzdem erst mal Dusche, stinken muss ich ja net grad.<
Wieder gut riechend, machte sie sich was zu Essen, den ihr Magen machte sich schon lautstark bemerkbar. Als sie gegessen hatte und die Küche wieder auf geräumt hatte war es schon Zeit wieder zum Hafen zu gehen. Sie schnappte sich Jackie und machte sich auf den Weg. Am Hafen angekommen, sah sie Mige schon von weitem auf der Bank sitzen. „Hi, na wie geht’s dir heute so?“ „Den ganzen Tag zwar etwas müde, aber sonst eigentlich gut.“ „Ich hab heut Mittag nachgeschlafen, sonst wäre mit mir heut nix anzufangen gewesen.“ „Na ja wir hatten heut Mittag Probe, da ging des leider nicht.“ „Und wieder einen Nr. 1 Hit im Anschlag?“ „Na ja das wird sich im Oktober zeigen, wenn die neue Single rauskommt.“ „Da bin ich mal gespannt.“ Sie unterhielten sich die ganze Zeit über Musik. Tina erzählte ihm von ihrer Band in Deutschland und das sie ihr erstes Demo aufgenommen haben und es an verschiedene Plattenfirmen geschickt hatten. Sie musste versprechen beim nächsten Treffen ihm ein Demo mitzubringen. Der Gedanke das Mige ihre Musik hören würde machte sie irgendwie nervös. >Was ist wenn ihm meine Musik nicht gefällt? Na ja jetzt eh zu spät.< Sie tauschten ihre Handynummern aus und er versprach ihr sich in den nächsten Tagen  wieder bei ihr zu melden. „Vielleicht sollten wir heute schon etwas früher nach Hause sonst wird die Probe morgen wieder so ein Flop, wie heute und ich glaub dann reist mir Ville wirklich den Kopf ab.“ „Das wollen wir ja nicht riskieren.“ >Tina du laberst scheiße.< „Wir können ja telefonieren.“ „Ja ich meld mich bei dir.“ So trennten sich ihre Wege wieder. Tina konnte es kaum glauben das er sich so für sie interessierte und ihr sogar seine Nummer gegeben hat. >Eigentlich ein bisschen leichtsinnig von ihm. Ich könnt ja auch sonst wer sein. Wir kennen uns ja erst seid einem Tag.< Dieses mal kam ihr der Weg gar nicht so lang vor, bis sie wieder zu Hause war.

 

>Oje, dieses Mädel ist wirklich der Hammer und das sie dazu auch nur Musikerin ist genau wie ich ist Wahnsinn. Bin mal gespannt wie sich ihre Musik anhört.< Er ging nicht nach Hause, er hatte Ville und Linde versprochen noch mal in ihre Lieblingskneipe zu kommen und zu berichten wie es gelaufen ist. >Des ist ja schon so en bisschen als wären wir erst 15 oder so.< „Na was hat deine neue `Flamme´ alles schönes gewusst?“
„Haha sehr witzig. Sie ist noch lang nicht meine Flamme. Wir haben eigentlich die meiste Zeit über Musik geredet. Sie hat mir von ihrer Band erzählt und mir versprochen, wenn wir uns des nächste mal sehen mir ein Demo mit zu bringen.“ „Des ist ja cool. Was macht sie den in der Band?“ „Sie macht den gleichen Job wie du Ville. Also Sängerin und ums songwriting kümmert sie sich auch.“ „Super, da hab ich ja gleich ein Gesprächsthema, wenn du sie uns mal vorstellst. Wann trefft ihr euch wieder?“ „Wir haben noch nix genaueres ausgemacht. Ich hab gesagt ich ruf sie an.“ „Was hältst du davon wenn du sie zu meiner Birthdayparty in drei Tagen einlädst? So lernt sie uns und was noch viel wichtiger ist so lernen wir sie kennen“ meldete sich Linde grinsend zu Wort. „Ja die Idee ist super.“ Stimmte Ville zu. Noch etwas zögernd antwortete Mige „Ja ok. Ich ruf sie morgen gleich an.“ Das weitere Gesprächsthema der Jungs war, aber dann auch ihre demnächst anstehende Promotour. Die eigentlich schon längst geplant sein sollte.

 

Am nächsten Morgen beschloss Tina mal wieder Joggen zu gehen, das hat sie seid bestimmt einem halben Jahr nicht mehr gemacht. >Zum Glück bin ich noch net ganz untrainiert. Des rumgehüpfe bei unsren Gigs ist doch der beste Sport.< Die Band hatte nämlich in den letzten paar Monaten viele Gigs gespielt und sie konnten schon langsam eine etwas größere Fangemeinde ihr eigen nennen. >Ach es wäre so geil, wenn sich ne Plattenfirma melden würde.< Wieder zu Hause angekommen klingelte ihr Handy. >Wer könnt en des sein?< „Hi, Tina! Ich bins Mige.“ „Hi, und heute ausgeschlafen?“ „Ja klar.“ Log er, er konnte ihr ja schlecht erzählen das er sich mit den Jungs getroffen hat um über sie zu reden. „Super. Warum rufst du an?“ „Linde feiert übermorgen seinen Geburtstag und ich wollte fragen, ob du nicht mit zur Party willst um auch mal die anderen Jungs kennen zu lernen?“ „Ja klar ich bin dabei.“ >Tina du musst atmen!!!< „Super, soll ich dich dann so gegen acht abholen?“ „Ja des wäre klasse.“ >Oh mein Gott!!! Wo ist der nächste Stuhl?< „Also dann bis übermorgen.“ „Ja ok. Ich freu mich.“ Als Tina auflegte ließ sie sich erst mal auf den nächst besten Stuhl fallen. Sie konnte nicht glauben das sie wirklich die ganzen Jungs kennen lernen würde. >Jetzt brauch ich, aber wirklich was neues zum anziehen.< Sie entschied morgen shoppen zu gehen. Erst jetzt merkte sie das sie immer noch ihre Sportsachen anhatte und wieder hieß es unter die Dusche.

 

 

 

2 Tage später...

 

Tina machte sich gerade fertig. Sie hatte ein verdammt tolles Oberteil in der Stadt gefunden, das ihr wirklich gut stand. Noch 10 Minuten dann müsste Mige vor ihrer Tür stehen. Sie suchte gerade das Demo das sie eigentlich ihrem Bruder mitgebracht hatte. Endlich hatte sie’s gefunden. >Na ja meim Bruderherz kann ich das nächste mal noch eins mitbringen. So und jetzt noch schnell die Haare.< Aber sie wurde aufgehalten. Es klingelte. >Oh nein. Ich bin doch noch gar nicht fertig.< „Hi, Mige. Komm doch noch mal kurz mit rein ich bin noch net ganz fertig.“ „Ja ok.“ Sie führte ihn ins Wohnzimmer. „Hier setz dich. Ich brauch noch ca. 5 Minuten.“ „Für was? Du siehst doch jetzt schon super aus.“ „Danke, aber es geht noch besser.“ Sie zwinkerte ihm zu und verschwand im Bad. Nach 5 Minuten war sie fertig und kam wieder ins Wohnzimmer. „Ich wäre jetzt soweit.“ „Super. Du siehst wirklich fantastisch aus. Also los.“ Schon saßen sie bei Mige im Auto. “Ach ich hab dir auch das Demo mitgebracht.” Sie zog die CD aus ihrer Tasche. „Super. Mach mal in den Player.“ „Ok.“ >Mein Gott. Hoffentlich gefällt ihm meine Musik< Die Musik fing an. Keiner sagte ein Wort. Das zweite Song lief, dann der Dritte und als der Vierte schon fast zu Ende war hielt es Tina nicht mehr aus. „Ähm, was hältst du davon? Du sagst gar nix.“ „Das ist echt nicht schlecht. Deine Stimme ist der Hammer. Ich bin richtig sprachlos.“ > Gott sei Dank er mag es.< „Oh danke. Wenn du das sagst ist des wirklich en Kompliment.“ „Hattest du Gesangsunterricht?“ „Ja mal vier Monate. War aber irgendwie nix für mich, da hab ich wieder aufgehört.“ „Deine Stimme hört sich, aber an als hättest du ein paar Jahre gehabt.“ Plötzlich hielt er an. „So da wären wir.“ Tina war leicht nervös, anscheinend sah man ihr das an. Mige grinste sie an und irgendwie beruhigte sie das. „Keine Angst die beißen nicht und wenn bin ich ja auch noch da.“ Er klingelte. Linde machte auf. „Hi Mige! Da seid ihr ja endlich.“ „Sorry ich war nicht rechtzeitig fertig. Ach und ich bin Tina.“ „Jaja typisch Frau. Nett dich kennen zu lernen. Kommt doch endlich rein oder wollt ihr da draußen Wurzeln schlagen?“ „Ähm ich hab dir ne Kleinigkeit mitgebracht.“ Tina zog eine Flasche Jägermeister aus ihrer Tasche an der sie noch ein paar Plektren und Gitarrenseiten gehängt hatte. „Dankeschön. Du bist mir jetzt schon sympathisch.“ Alle drei lachten. Sie gingen alle drei ins Wohnzimmer zu den anderen. Nachdem Linde ihnen beiden ein Bier gebracht hatte, stellte Mige Tina alle anderen im Zimmer vor. Als die erste Flasche Bier geleert war, wurde Tina langsam locker und hatte richtig Spaß. Sie verstand sich mit allen super und führte ein wirklich tolles Gespräch mit Ville über die Probleme beim Songwriting. Es blieb nicht bei dem einen Bier und nach einer Weile waren sie alle gut dabei und kamen aus dem lachen nicht mehr raus. Mitten in der Nacht waren nur noch die Jungs und Tina übrig. „So Jungs. Es war echt nett euch kennen zu lernen, aber ich glaub es wird Zeit für mich mir ein Taxi zu rufen.“ „Och nö!“ kam es von allen fünf. Tina musste lachen. „Ich hab nur ein kleines Problem. Mein finnisch ist nicht das beste, deshalb bräuchte ich von einem von euch Hilfe beim Taxidienst anrufen.“ „Ja klar ich mach das. Komm das Telefon steht im Flur.“ Sagte Linde und ging mit Tina in den Flur.
„Mensch Mige, du hast echt nicht übertrieben, die Kleine ist der Hammer.“ Kam es sofort von Ville als die beiden nicht mehr zu sehen waren. „Ja und du hast noch nicht ihre Musik gehört. Einfach der Hammer. Die Stimme...da war ich richtig sprachlos.“ „Hey was hältst du davon, wenn wir sie fragen, ob sie morgen zu unserem kleinen Gig kommt.“ In diesem Moment kamen die beiden auch schon wieder vom telefonieren. „Hey Tina wir haben morgen Abend en Gig. Hast du Lust zu kommen?“ „Ja klar ich bin dabei. Wo muss ich hin?“ Sie erklärten ihr den Weg zum Club, indem der Gig sein sollte. Da hupte es auch schon von draußen. „Oh des ist bestimmt mein Taxi.“ Sie verabschiedete sich noch bei allen. „Warte ich komm noch mit nach draußen.“ „Ok, also machts gut.“ Jetzt stand sie mit Mige vor ihrem Taxi. „Danke das ich mitkommen durfte. Es war echt witzig.“ „Ja fand ich auch.“ „Also dann bis morgen.“ „Bis morgen.“ Sie stieg ins Taxi und winkte Mige noch mal zu.

 

Mige guckte dem Taxi noch nach bis es um die Ecke war und ging dann wieder rein zu den Jungs. >Ach ja. Sie ist wirklich fantastisch.< Die Jungs erwarteten ihn schon grinsend. „Ich glaub ich geh jetzt auch immer abends an Hafen, wenn man da solche Frauen trifft.“ „Ich bin ganz deiner Meinung Burton.“ Schloss sich Linde an. Sie unterhielten sich alle etwas und es wurden auch noch einige Bier geleert. „Hey Jungs wir sollten jetzt auch langsam mal Schluss machen immerhin haben wir morgen nen Gig.“ „Ja hast Recht, Gas.“ Also gingen sie alle schlafen.

 

Tina lag in ihrem Bett konnte, aber nicht so Recht einschlafen. >Der Abend war klasse. Ich kann’s immer noch net glauben und morgen sehe ich die Jungs wieder. Hätte nicht gedacht das die alle so in Ordnung sind und Mige ist wirklich süß. Oh nein Tina was machst du fürn Scheiß du kannst dich nicht schon wieder verlieben. Denk dran in drei Wochen musst du wieder nach Deutschland und wer sagt dir das er das gleiche für dich empfindet?< Mit diesem Gedanken schlief sie gegen fünf Uhr endlich ein. Sie hatte diese Nacht einen Alptraum, der sie gegen acht wieder aus dem Schlaf riss. Sie war schweißgebadet. Ihr Herz raste. >Was war en das jetzt?< Sie hatte geträumt, das sie einen tiefen Abhang runter fiel, aber bevor sie auf dem Boden aufschlug wachte sie auf. Sie stand auf, da es ihr jetzt unmöglich schien wieder einzuschlafen. >Erst mal Kaffee<  Nachdem Kaffee ging es ihr wieder besser. Sie hatte den Traum schon fast vergessen. Sie entschied wieder Joggen zu gehen, das hatte ihr gestern so gut getan. Nach 10 Minuten war sie umgezogen. Sie rannte Richtung Innenstadt. Auf dem Nachhauseweg wollte sie sich noch frische Brötchen vom Bäcker mitnehmen. Als sie wieder zu Hause ankam, füllte sie sich wie neu geboren auch wenn sie heute Nacht nur 3 Stunden geschlafen hatte. Sie machte es sich mit ihren lecker Marmeladenbrötchen auf dem Sofa bequem. >Ich freu mich auf den Gig heut Abend. Es ist bestimmt schon drei Jahre her seid ich die Jungs das letzte Mal live gesehen hab< Das Telefon klingelte. „Hi Tina! Ich bin’s Andi. Na wie geht’s dir? Steht meine Wohnung noch?“ „Hi, ja mir geht’s super und deiner Wohnung geht’s auch gut. Was macht die Arbeit?“ „Läuft alles etwas schleppend, deshalb kann es sein das ich etwas länger bleiben muss.“ „Och nö, noch länger?“ „Ja es tut mir leid, aber ich kann auch nix machen.“ „Na ja ok“ „Was machst du heut noch?“ „Ich geh auf nen HIM Gig und dann mal sehen was sich die Jungs noch einfallen lassen.“ „Was die Jungs?“ „Ja ich hab sie gestern alle auf Lindes Party kennen gelernt.“ „Du warst auf Lindes Party!?“ „Ja Mige hat mich eingeladen.“ „Na ja dann wird’s dir ja wenigstens nicht langweilig in der Zeit wo ich nicht da bin.“ „Nee ganz sicher nicht.“ „Also dann machs ma wieder gut ich muss wieder an die Arbeit.“ „Ja machs gut.“ Sie legte auf. >Da fliegt man nach Finnland um seinen Bruder zu besuchen und der ist die ganze Zeit nicht da. Na ja aber mit meinen neuen Bekannten wird’s mir hier bestimmt nicht langweilig.<

 

6 Stunden später...

 

Tina fuhr gerade auf den Parkplatz vorm Club. >Oje die stehen da ja schon Schlange. Zum Glück haben mir die Jungs erklärt wo der Hintereingang ist< An dem angekommen, wartete Mige schon auf sie. „Hi ich hab schon auf dich gewartet.“ „Da vorne ist schon die Hölle los. Bist du eigentlich noch aufgeregt?“ „Oh ja und wie. Für mich ist des nach den ganzen Jahren immer noch die Hölle.“ „Ich kenn des, aber es wird schon alles gut gehen.“ „Komm lass uns reingehen die Jungs warten bestimmt schon.“ Als sie näher an die Garderobe der Jungs kamen, hörte Tina die Musik ihrer Band. „Was geht en da drin ab?“ „Die anderen sind auch total begeistert von deinem Demo.“ „Oh schön.“ >Hoffentlich sieht man jetzt nicht das ich rot werde.< „Hi Tina! Deine Band ist wirklich klasse“ „Oh danke!“ Ihr waren die ganzen Komplimente irgendwie peinlich. Sie konnte mit Lob noch nie so richtig umgehen. „Ich geh mal nach vorne um mir eure Show richtig in der Menge angucken zu können. Den wenn man keine Ellbogen in Bauch gerammt bekommt, machts doch nur halb so viel Spaß.“ Alle lachten. „Ok treffen wir uns nach der Show wieder hier.“ „Ja klar, also strengt euch heut schön an, wenn ich zuhöre.“ „Ja für dich immer.“ Wieder lachten alle. „Bis später.“ Also ging sie zum Konzertsaal, der schon total überfüllt war. >Also ab ins Getümmel, obwohl ich geh lieber noch mal aufs Klo bevor ich dann während des Konzerts muss< Auf dem Weg dorthin traf sie noch einige von der Party gestern und unterhielt sich mit ihnen, bis sie’s nach 10 Minuten endlich aufs Klo geschafft hatte. >Noch ungefähr ne viertel Stunde, dann müssten sie eigentlich anfangen.< Sie ging zurück in den Saal. >Noch eine Zigarette und dann kämpf ich mich ein bisschen nach vorne< Gesagt getan. Sie fand einen Platz ungefähr in der Mitte, von dem sie die ganze Bühne sehen konnte. Da ging auch schon das Licht aus und die Menge begann durchzudrehen. Da kamen auch die Jungs schon auf die Bühne. Erst Gas und Burton, dann Mige und Linde und natürlich kam Ville am Schluss. Das Konzert war der Hammer. Die Jungs spielten alle Lieblingssongs die Tina hatte. Es war klasse. Tina war schon nach dem 2. Song total verschwitzt. Tina hatte wieder dieses riesen Glücksgefühl im Bauch, das sie nur während eines Konzert bekam, sei es bei eines ihrer Konzerte oder einer anderen Band. Nach 1,5 Stunden war es leider schon vorbei und die Massen gingen Richtung Ausgang. Tina zündete sich noch eine Zigarette an um wieder ihren Puls runter zu bekommen, dann ging sie wieder hinter zur Garderobe der Jungs. „Tina was ist en mit dir passiert. Du bist ja total fertig.“ „Tja eure Show war so gut. Da bin ich wohl etwas über mich hinaus gewachsen.“ Allgemeines grinsen aller fünf. „Und wo gehen wir jetzt was trinken?“ fragte Ville. „Wie wär’s mit der Kneipe gleich hier um die Ecke?“ schlug Burton vor. „Nein, da sind doch jetzt bestimmt auch viele Fans.“ „Stimmt auch wieder. Na ja wie wär’s dann mit der unten am Hafen.“ „Ja die wäre doch net schlecht.“ Allgemeines Kopfnicken. Mittlerweile hatten alle Jungs ihr T-Shirt ausgezogen und Tina kam aus dem schwitzen gar nicht mehr raus. (*g*) „Ähm also dann fahr ich mein Auto nach Hause und komm dann zu Fuß zu euch.“ >Tina atmen!!!< „Ok mach das.“ „Bis dann.“ Also machte Tina sich auf den Weg. Sie entschied wenn sie eh schon Zuhause war  noch ein neues T-Shirt anzuziehen, da das andere wirklich gut durchgeschwitzt war. Noch ein Blick in den Spiegel. >Ja ich glaub so kann ich wieder auf die Straße. Hoffentlich haben die Jungs nicht gemerkt das ich rot geworden bin als ich die alle oben ohne gesehen hab.< Sie schnappte sich ihre Schlüssel und machte sich auf den Weg.
Es war wieder eine größere Feierei mit den Jungs, die Tina nicht ganz nüchtern verließ. Sie war mal wieder auf dem Heimweg, der diesmal nicht so schnell ging. Sie musste eine längere Pause einlegen, da sich bei ihr alles drehte. Nach ner viertel Stunde blieb die Erde langsam wieder stehen und sie konnte weiter gehen. >Mein Gott nie wieder Alkohol!!! Oder besser gesagt nicht mehr so schnell feiern mit den Jungs. Zum Glück bin ich schnell wieder nüchtern nachdem ich Alkohol getrunken hab. Hoffentlich kommt Andi schnell wieder zurück ich brauch jemanden zum Reden. Jede Minute die ich mehr mit Mige verbringe werden meine Gefühle größer, aber mir ist auch klar, dass das nie funktionieren kann. Ich mein er ist ein Star und ich ein niemand. Ich bin mir ja auch nicht mal sicher, ob er auch etwas für mich empfindet. Gefühle sind etwas sehr verwirrendes, wie ich finde. Hoffentlich versteh ich die irgendwann mal.< Sie war endlich Zuhause angekommen und lag in ihrem Bett konnte, aber wie letzte Nacht nicht einschlafen. Sie hatte alle möglichen Gedanken im Kopf, aber größtenteils dachte sie darüber nach ihre Gefühle für Mige abzustellen. >Ich muss ihn mir doch irgendwie aus dem Kopf schlagen.< Irgendwann gegen sechs schlief sie dann doch ein. Doch auch der gleiche Traum, wie letzte Nacht ließ sie gegen acht wieder aufschrecken. >Oh nein nicht schon wieder! Das kann doch echt nicht wahr sein!< Wieder war es ihr unmöglich einzuschlafen. >Wenn das jetzt jede Nacht so ist, bekomm ich ne Krise.< Sie schlurfte langsam Richtung Küche.

 

Mige hatte vergessen seinen Wecker auszustellen. So wurde auch er nicht ganz unsanft geweckt. Er hätte das Ding am liebsten in die nächste Ecke gefeuert. >Ach verdammte Scheiße. Es ist doch erst halb neun.< Auch er hatte gestern Abend Probleme beim einschlafen, da seine Gedanken sich bei Tina befanden. >Wie sollte das mit uns funktionieren? Sie wohnt in Deutschland und ich in Finnland, aber auch wenn einer von uns ins jeweils andere Land ziehen würde, würden wir uns auch nicht oft sehn, weil ich so oft unterwegs bin. Ach warum muss Liebe immer so kompliziert sein? Oder besser gesagt warum muss Liebe immer bei mir so kompliziert sein? Warum muss sie mir auch unbedingt jetzt begegnen? Jetzt wo ich bald wieder für ein paar Monate auf Promotiontour geh? Warum denk ich überhaupt über so was schon nach? Ich bin mir ja noch nicht mal sicher, ob sie auch was von mir will.< Sein Telefon klingelte. „Morgen Mige, ich bin’s Ville.“ „Morgen Ville, seid wann bist du ein Frühaufsteher?“ „Wieso Frühaufsteher? Es ist doch schon halb eins.“ „Was schon halb eins!!!“ „Was is en mit dir los?“ „Ach irgendwie sind mir nur die letzten vier Stunden abhanden gekommen.“ „Na ja des muss ich ja nicht verstehen. Ich wollt dir nur sagen das Seppo angerufen hat.“ „Und was gibt’s neues?“ „Na ja unsere Promotour fängt in nem Monat an. Wir sind erst hier in Finnland, dann Deutschland, Frankreich, Italien und dann noch in England.“ „Ok geht klar.“ „Du hörst dich irgendwie net so begeistert an als sonst. Ist es wegen Tina?“ „Ach ich weiß auch nicht. Es ist alles nicht so einfach.“ „Liebe war nie einfach. Sie ist nicht einfach und sie wird auch niemals einfach werden. Gerade für uns nicht.“ „Da haste Recht.“ „Also bis morgen zur Probe.“ „Ja bis morgen, Ville.“

 

Tina hatte sich langsam wieder von ihrem Traum erholt. Sie fühlte sich dennoch nicht besonders gut. Was aber auch an der Tatsache liegen konnte das zwei Tage Feierei mit den Him-Jungs hinter ihr lagen und sie insgesamt nicht mehr als zwei Stunden geschlafen hatte. Sie entschied sich heute früh einmal einen Tee zu kochen. Nach 20 Minuten saß sie mit einer schönen Tasse Tee auf dem Sofa. Sie hatte sich noch einen Block und einen Stift geholt, da sie sich auch vorgenommen hatte ein paar neue Songs zu schreiben. >Mit dem Gefühlsschwall der in den letzten paar Monaten auf mich eingedroschen hat, muss ich doch en paar Songs hinbekommen.< So war es auch ein paar Stunden später und eine ganze Kanne Tee intus, hatte Tina drei Texte fertig mit denen sie einigermaßen zufrieden war. >Da freuen sich meine Jungs daheim, wenn ich ihnen neues Material mitbringe. Ich kann kaum noch abwarten wieder mit den Jungs Musik zu machen. Ich vermiss des richtig.< Sie stand auf und zog sich an, da sie immer noch ihren Pyjama anhatte. >Ich sollte vielleicht mal mit Jackie rausgehen. Frische Luft hat ja noch keinem geschadet.< Das tat sie dann auch. Sie entschloss sich ein paar DVDs für heut Abend noch mit zunehmen. >So....mal überlegen wo hier die nächste Videothek ist? Ach ich glaub da um die Ecke müsste eine sein.< Nachdem sie Jackie vor dem Laden angebunden hatte, stand sie vor einem riesen Regal und könnte sich nicht so recht für einen Film entscheiden. >Das ist einfach zu viel Auswahl....Sleepy Hollow hab ich schon ewig nicht mehr gesehen, den nehm ich auf jedenfall mit. Ich hätte ja noch gern was zum richtig gruseln...The Ring?? Nee der war langweilig.....Ghostship?? Nee auch nicht bei dem hab ich mich kaputt gelacht....< Dann hatte sie den richtigen gefunden. >“Es“ von Steven King der ist super.< Sie entschied dann noch „Meine Braut ihre Schwiegereltern und ich“ mit zu nehmen und so ging sie mit voll bepackten Taschen nach Hause. Nachdem sie Jackie gefüttert hatte, fiel ihr ein das sie ja eigentlich für ne richtige DVD-Session auch noch Utensilien brauchte. Also ging sie noch mal los und holte Chips, Popcorn für die Mikrowelle und zwei große Flaschen Cola. >Ach mir fällt noch was ein....Allein macht so ein Abend ja nur halb so viel Spaß. Ich könnt ja einfach Mige überfallen.< Gesagt getan. Eine halbe Stunde später saß sie im Auto Richtung Mige´s Wohnung. Bewaffnet mit Filmen und ganz viel kleinen Snacks. Es wurde schon langsam wieder dunkel. >Irgendwie ging der Tag verdammt schnell rum oder ich war heut einfach so verdammt langsam. Hoffentlich ist Mige überhaupt da und hat Lust DVD zu gucken. Na ja ich werds gleich merken.<
Ding Dong!!!! >Wer ist en das jetzt? Ich erwarte doch gar niemanden.< „Hi Tina, was machst den du hier?“ „Ich überfall dich jetzt.“ *grins* „Muss ich da jetzt Angst ham?“ „Nee du musst nur Lust auf en netten DVD Abend mit mir haben. Ich hab schon alles dabei.“ „Des ist ja ne klasse Idee. Ich hab halt jetzt nicht mit Besuch gerechnet, deshalb sieht’s hier en bissl chaotisch aus.“ „Ach des ist mir doch egal. Bei mir sieht’s doch auch nie besser aus.“ „Super, setz dich doch.“ Sie waren im Wohnzimmer angekommen und Tina pflanzte sich aufs Sofa und Mige neben sie. „So, da hol ich mal meine Wundertüte raus.“ „Da bin ich aber jetzt mal gespannt.“ „So also ich hab Cola, Chips und Popcorn und an Filmen hab ich „Sleepy Hollow“, „Es“ und „Meine Braut ihre Schwiegereltern und ich“.“ „Klasse was hältst du davon wenn wir erst „Meine Braut ihre Schwiegereltern und ich“ schauen, dann „Sleepy Hollow“ und dann am Ende „Es“?“ „Ja die Reihenfolge hätte ich auch vorgeschlagen.“ „Super dann sind wir uns ja einig. Ich hol mal Gläser und Schüsseln und mach des Popcorn in der Mikrowelle.“ „Ja ok, mach das.“ So hatte Tina wenigstens Zeit sich ungestört etwas im Wohnzimmer um zu sehen. >Er hat wirklich schöne Bilder an der Wand. Ach da stehen ja ein paar Fotos. Die muss ich mir gleich mal an gucken.< Sie ging herüber zu den Bildern. >Das sind ja voll die witzigen Bilder von den Jungs.< Sie konnte sich kein lachen verkneifen. In dem Moment kam Mige mit dem Popcorn zurück. „Was gibt’s zu lachen?“ „Ach die Fotos sind voll witzig.“ „Ach die, des war ungefähr vor fünf oder sechs Jahren, kurz danach ham Ville und ich HIM gegründet.“ Sie setzten sich wieder auf das Sofa. „Ich bin witzig ich sollte vielleicht erst mal den Film einlegen, bevor ich mich hinsetze.“ „Ja des wäre nicht schlecht.“ Wieder konnte sie sich das Lachen nicht verkneifen. „Ja, ja mach dich nur lustig über mich. Ich bin halt manchmal etwas planlos.“ „Ja, aber dafür mag ich dich ja so“ >Hab ich des jetzt wirklich gesagt. Man Tina manchmal solltest du einfach mal deine Klappe halten.< >Sie hat gesagt das sie mich mag. Des ist doch schon mal ein Anfang.< Sie schauten sich zuerst „Meine Braut ihre Schwiegereltern und ich“ an. Sie kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus und bald kullerten den beiden die Tränen die Wange herunter. Irgendwann artete auch eine kleine Popcornschlacht zwischen den beiden aus. >Zum Glück ist das nicht meine Wohnung. Ich möchte des nicht alles wieder aufräumen.< Der Abspann lief gerade. „Der ist wirklich klasse der Film.“ „Ja ich hab auch schon lange nicht mehr so ein lustigen Film gesehen.“ „Ja stimmt. Ich mach mal den nächsten rein.“ Und schon ging es weiter mit „Sleepy Hollow“. Tina lachte sich die ganze Zeit über Johnny Depps Mimik kaputt. „Ich find dem seine Gesichtsausdrücke einfach zum schreien.“ Tina merkte nur langsam, das sie immer müder wurde und kaum noch ihre Augen aufhalten konnte. Auch der Abspann von Sleepy Hollow kam schon. „So und jetzt kommt noch ein kleiner Horrorschocker.“ Tina bekam nur noch die ersten zehn Minuten vom Film mit dann döste sie entgültig weg.
>Oh sie ist eingeschlafen. Sie sieht dabei noch süßer als sonst aus. Soll ich sie wecken oder einfach liegen lassen?< Er machte erst mal den Film aus, da er jetzt eh zuwenig davon mitbekommen hatte. Er legte sie so auf die Couch das sie mehr Platz hatte und deckte sie noch zu. Er setzte sich noch neben das Sofa auf einen Sessel so das er sie genau im Blick hatte. >Ach was würde ich dafür geben wenn, das immer das letzte wäre was ich sehe bevor ich einschlafe. Sie sieht so friedlich aus.< Irgendwann döste auch er auf dem Sessel weg.

 

Tina wachte gegen halb elf auf. >Huch, wo bin ich den hier? Ach ich muss wohl eingepennt sein. Oh wie süß er hat mich zu gedeckt.“ Sie streckte sich erst mal ausgiebig und rieb sich die Augen. Dann entdeckte sie auch Mige der immer noch im Sessel schlief. >Warum ist er nicht ins Bett gegangen?< Sie ging zu ihm rüber und deckte ihn mit der Decke zu. Sie schaute sich im Raum um. >Ach du meine Güte, hier sieht’s wie auf nem Schlachtfeld aus.< Überall im Raum lag Popcorn verteilt. >Ich räum am besten mal die Schüsseln und Gläser in die Küche. Ich muss nur erst mal rausfinden wo die Küche ist.< Also schnappte sie sich die Schüsseln und Gläser und fing an die Küche zu suchen. >Nein also das scheint das Bad zu sein. Na ja dann mal die nächste Tür. Ah das Schlafzimmer...sehr interessant, das muss ich mir mal länger angucken.< Als sie wieder aus dem Zimmer rauskam ließ sie fast die Schüsseln fallen. Mige stand plötzlich genau vor ihr. „Suchst du was.“ „Ähm ja die Küche.“ Und um ihre Aussage noch zu bekräftigen hielt sie ihm noch die Schüsseln und die Gläser unter die Nase. „Achso die Tür da hinten.“ Er hatte noch ganz kleine Augen und gähnte vor sich hin. >Mein Gott ist der putzig wenn er noch net ausgeschlafen hat.< Sie ging in die Küche und lies Spülwasser ein. „Hey du musst wirklich nicht spülen.“ „Ach des ist doch kein Problem, außerdem spül ich damit du dich um das große Chaos im Wohnzimmer kümmern kannst.“ „Ach, so machst du das. Du suchst die einfach das kleinere Übel aus um das Große zu um gehen.“ „Ja genau.“ Beide grinsten. „Na ja dann werde ich wohl oder übel mal den Staubsauger rausholen.“ Und schon war er wieder aus der Küche verschwunden und Staubsaugergeräusche waren zu hören. Als Tina zurück ins Wohnzimmer kam stöpselte Mige grade den Staubsauger wieder aus und das Zimmer sah langsam wieder bewohnbar aus. „Also ich schnapp mir mal wieder meine Sachen und fahr nach Hause. Ich bin dir ja jetzt lange genug auf en Keks gegangen.“ „Du gehst mir doch net aufn Keks. Im Gegenteil ich hab mich voll gefreut das du vorbei gekommen bist.“ „Gut dann muss ich kein schlechtes Gewissen haben.“ „Nein musst du nicht.“ „Also machs mal gut wir können ja telefonieren.“ „Ja machs gut. Hat mich echt gefreut.“ Schon saß Tina im Auto und fuhr nach Hause. >Ich könnt eigentlich gleich die Filme abgeben.< Gesagt getan. Als sie nach Hause kam klingelte grad das Telefon. „Hi Schwesterherz! Ich bins Andi.“ „Hi na wie geht’s dir?“ „Mir geht’s super und weißte was?“ „Was?“ „Ich komm morgen wieder zurück.” „Des ist ja klasse. Wann kommt dein Flieger an?“ „So um halb eins.“ „Ok da bin ich am Flughafen.“ „Super also bis morgen.“ „Ja bis morgen.“ Für den Rest des Tages machte sie es sich auf dem Sofa bequem und feilte noch ein bisschen an ihren Texten rum und versuchte noch ein paar zustande zu bekommen.

 

Mige kam gerade im Proberaum an. „Na Mige wieder fit.“ „Na ja net wirklich hab nicht sonderlich gut geschlafen.“ „Warum en des?“ „Na ja ich bin aufm Sessel eingepennt.“ „Warum bist du net einfach ins Bett.“ „Na ja....weil,....ähm...“ „Na was denn nu?“ „Tina kam noch vorbei und da ham wir uns DVDs angeguckt un dann ist sie auf der Couch eingeschlafen...Na ja und irgendwie hab ich sie dann noch en bissl beobachtet und bin dann aufm Sessel eingepennt.“ „Oh mein Gott dich hat’s ja ganz schön erwischt.“ „Ach ich weiß langsam net mehr was ich machen soll.“ „Also wenn du sie liebst, solltest du es ihr vielleicht einfach mal sagen.“ „Ville, du weißt genau das ich des nicht kann.“ „Warum den nicht? Sonst wirst du nie erfahren, ob sie das gleiche für dich empfindet.“ „Ja ich weiß.“ „Wenn du nicht bald dein Arsch hoch bekommst, ist sie wieder in Deutschland und du siehst sie vielleicht in 1-2 Monaten wieder, wenn das überhaupt unser Terminkalender zulässt.“ „Ja du hast mal wieder Recht, aber was ist wenn sie nix für mich empfindet? Ich will auch net das sich irgendwas an unserer Freundschaft ändert.“ „Ja ich weiß das es ne blöde Situation ist, aber es wird dir nix anderes übrig bleiben.“ Damit war das Gespräch beendet und sie machten sich langsam daran die neuen Songs zu proben.

 

Tina hatte diese Nacht wieder diesen schrecklichen Traum, der sie so gegen sieben Uhr aufschrecken ließ. Sie war wie immer schweißgebadet. >Eigentlich ist der Traum nicht schlimm...ich hatte doch schon schlimmere, aber irgendwie macht der mich total fertig.< Doch auch dieser Gedanke half ihr nicht beim einschlafen, also quälte sie sich aus dem Bett in Richtung Küche. >Ich könnte eigentlich meim Bruderherz nen Kuchen backen zur Feier des Tages.< Also machte Tina sich auf die Suche nach einem Backbuch. Nach einer halben Stunde wurde sie endlich fündig. >Wie kann man nur so dämlich seine Backbücher aufbewahren?< Sie rührte schnell einen Teig zusammen und als der backte, duschte sie sich schnell und machte sich fertig. >Huch es ist ja schon gleich Zeit an Flughafen zu fahren. Noch schnell den Kuchen ausm Ofen. Gut riechen tut er schon mal.< Also zog sie sich noch schnell Schuhe und Jacke an und fuhr Richtung Flughafen.
„Na Bruderherz, wie geht’s dir? Haste schön gearbeitet?“ „Ja natürlich. Was denkst en du?“ „Was weiß ich den was du da genau treibst.“ Beide lachten. „Wollen wir eigentlich heut Abend was zamme machen oder bist du zu müde? Oder willst du vielleicht zu Kristin?“ „Ich weiß es noch nicht genau, ich denk das ich mich erst mal eins bis zwei Stunden aufs Ohr hau.“ „Aber erst mach ich uns mal lecker zu essen.“ „Oja, mein Schwesterherz kocht für mich.“ „Ja und ich hab dir sogar heut früh schon en Kuchen gebacken.“ „Ich hab doch wirklich die beste Schwester auf der ganzen Welt.“ „Ja des haste wirklich.“ Sie fuhren gerade auf den Parkplatz vor Andis Wohnung. „So auf was hasten Hunger?“ „Mach mir irgendwas zu Essen mit nem Rezept von der Mama.“ „Oh de Bub will was von der Mama.“ „Ja na und. Ich bekomm des ja auch net mehr so oft.“ „Mal überlegen was für ein Rezept kann ich en auswendig von der Mama. Was hältst du von Pfannkuchen?“ „Oja Pfannkuchen.“ „Dann mach ich mich gleich mal an die Arbeit.“ „Kann ich dir was helfen?“ „Du könntest den Tisch decken.“ „Ok mach ich.“ Sie aßen gerade als Tinas Handy klingelte. „Huch, wer könnte en das sein?“ „Heb ab dann weißt es.“ „Witzbold.“ Sie nahm ab. “Ja hallo!? Ach Tim du bists. Bist du verrückt mich hier in Finnland anzurufen..... Wie du hast so ne wichtige Nachricht, das es keine Zeit mehr hat....... Nee oder?.... Des darf doch net wahr sein. War des heute in der Post?..... Oh man mein Gehirn hat grad aufgehört zu arbeiten. Ich glaub wenn ich nicht sitzen würde, würde ich grad in Ohnmacht fallen........ Wie übermorgen? Dann muss ich ja morgen schon wieder fliegen. Na ja, aber wenn das kein Grund ist....... Ja ok wir machen Schluss sonst wird’s wirklich teuer. Ich ruf an wenn ich morgen gelandet bin....... Ja machs gut. Bye.“ „Ähm was war das jetzt?....Tina!!!!.....Tina hörst du mich?!.....Erde an Tina!“ Tina saß mit offenem Mund da und starrte ihr Handy an. „Ich muss am Flughafen anrufen wann der nächste Flieger morgen geht.“ „Tina!!! Schwesterherz!!! Ist irgendwas passiert.“ „Ach Andi dich hab ich ganz vergessen.“ „Ja das hab ich gemerkt. Erzählst du mir jetzt endlich was los ist.“ „Ähm das war Tim unser Gitarrist. Na ja und wir haben so wies aussieht en Plattendeal. Die wollen uns alle übermorgen mal kennen lernen und wenn des klar geht, können wir den Vertrag gleich übermorgen unterschreiben.“ „Das ist ja der Wahnsinn!!! Ich freu mich für dich.“ „Muss halt morgen gleich wieder nach Deutschland zurück.“ „Na ja, aber des ist auch wirklich en guter Grund dazu.“ „Ja....mein Gott ich kann des gar net glauben. Ich steh grad voll neben mir.“ „Ja ich merks. Am besten ich ruf am Flughafen an...Du bekommst des eh net gebacken.“ „Ja mach des und ich fahr zu den Jungs in Proberaum und erzähl ihnen die tolle Nachricht.“ „Hoffentlich kommst du da in deiner Verfassung auch heil an. Willst du dich nicht noch etwas beruhigen?“ „Nee keine Chance.“ Also machte sie sich auf den Weg.
Tina öffnete grad die Tür zum Proberaum und fiel gleich mal über ein paar Flaschen. Sie krallte sich am nächst besten fest was sie zu greifen bekommen konnte, leider war es nur der Jackenständer. Im nächsten Moment saß sie auf ihren vier Buchstaben auf dem Boden und wurde von einem Berg Jacken begraben. „Autsch!!!“ Sie guckte hoch. „Hi Jungs!“ Jetzt konnten sie sich alle nicht mehr zusammen reisen und alle kugelten sich vor lachen, das die Tränen liefen. „Ähm Jungs haben wir jetzt mal genug gelacht und könntet ihr mir vielleicht mal helfen.“ Endlich kamen ihr die Jungs zu Hilfe und nahmen ihre Jacken von ihr runter. Mige half Tina noch schnell hoch. „Ähm was führt dich hier her in unser Dreckloch?“ Wieder allgemeines lachen. „Na ja ich hab ne gute und ne schlechte Nachricht. Welche wollt ihr zuerst?“ „Die Schlechte.“, entschied Burton. „Na ja also ok. Ich flieg morgen zurück nach Deutschland.“ „Was des kann doch nicht wahr sein!“ „Doch leider.“ „Ja und warum?“ „Da kommt die gute Nachricht ins Spiel. Ich muss morgen schon fliegen, da meine Band übermorgen en Termin bei ner Plattenfirma hat.“ „Man des ja wirklich ne tolle Nachricht“ „Jap, ich steh auch noch so en bissl neben mir.“ „Das kann ich mir vorstellen.“ „Ich kann des immer noch net glauben. Des ist so unwirklich.“ „Des muss aber gefeiert werden.“ „Ja da haste eigentlich Recht, Ville.“ „Und wo?“ „Was haltet ihr von der Kneipe gleich hier um die Ecke?“ „Ja ok. Treffen wir uns so um neun dort? Ich schleif dann noch mein Bruderherz und seine Freundin mit.“ „Ja so machen wirs.“ „Also ich mach mal wieder los, das ihr weiter proben könnt. Ich wollt euch nur die große Neuigkeit verkünden.“ „Ok, bis später.“ Sie lief ganz vorsichtig zurück zur Tür, was wohl so witzig ausgesehen haben muss das die Jungs wieder anfingen zu lachen. „Ja ja lacht nur ich bin jetzt lieber en bisschen vorsichtiger, als noch mal so ein waghalsigen Stunt hin zu legen. Also machts mal gut. Bis heut Abend.“ Tina stieg wieder ins Auto und fuhr zurück nach Hause.

 

„Mige ist alles mit dir in Ordnung?“ Seid Tina aus der Tür war, saß Mige auf dem Boden und sagte gar nichts. „Jungs ich komm gleich wieder. Ich brauch jetzt erst mal fünf Minuten für mich.“ Mige ging aus dem Raum. „Das ist doch jetzt für ihn ein Schlag mitten ins Gesicht.“ „Ja ich mein wir sehn ja das es ihn kein bisschen kalt lässt, aber ich hab auch noch nie Mige so schnell verliebt gesehen. Er ist eigentlich erst mal ziemlich misstrauisch, also muss sie was ganz besonderes für ihn sein.“ „Ja Linde, das hab ich mir auch schon gedacht und ich würde vielleicht sogar soweit gehen, obwohl wir sie alle, auch er, erst ca. 10 Tage kennen, das sie vielleicht sogar die Eine für ihn ist.“ Allgemeines nicken. „Aber wir werden es wahrscheinlich nie erfahren, wenn er sein Arsch net hoch bekommt. Ich glaub wir müssen da etwas nach helfen.“ „Wie meinst du das Ville?“ „Na ja, da er immer sagt er wüsste nicht ob sie das gleiche für ihn empfindet, müssen wir das halt rausbekommen. Ist doch ganz einfach – in der Theorie.“ „Ja in der Theorie, aber ich glaube nicht das sie uns einfach so ihr Gefühlsleben auf dem Präsentierteller serviert und wir können sie ja schlecht abfüllen nur um sie auszuquetschen.“ „Nein, das natürlich nicht, aber ich hab da schon ne Idee.“ „Und die wäre?“ „Sie hat mir auf deiner Party erzählt, das sie all ihre Gefühle irgendwie in ihre Texte packt, also müssen wir, sagen wir mal die nächsten paar Monate an ihre neusten Texte kommen und müssen diese dann halt so gut es geht analysieren.“ „Aber aus Texten ihre Gefühle heraus zu filtern ist ganz schon riskant. Du müsstest doch am besten wissen, das Songtexte bei jedem anders rüber kommen.“ „Ja ich weiß und deshalb hab ich ja auch noch ne zweite Idee.“ „Jetzt bin ich aber mal gespannt.“ „Sie hat mir auch erzählt, das ihr Bruder ihr Ansprechpartner Nr. 1 ist.“ „Und du meinst das wir einfach ihn abfüllen und ausquetschen.“ Allgemeines grinsen. „Ja so in der Art und da sie gemeint hat sie bringt ihn heut Abend mit könnten wir ihn heut schon ein bisschen ausquetschen und wir könnten, wenn wir heut noch nicht so erfolgreich sind uns die Handynummer geben lassen und ihn so nach und nach bearbeiten.“ „Des hört sich voll nach Mafiamethoden an.“ „Du weißt ganz genau wie ich des gemeint hab.“ „Ja natürlich und ich glaub des könnte sogar klappen.“ Inzwischen war schon fast eine halbe Stunde vergangen und Mige war immer noch nicht zurück. „Also Jungs ich mach mich glaub ich mal auf die Suche nach unserm kleinen traurigen Basser, aber ich glaub die Probe können wir vergessen, also packt schon mal zusammen.“ „Ei, ei Captain.“ Ville ging aus dem Proberaum und schaute sich um, ob er Mige irgendwo entdecken konnte und da sah er ihn schon etwa 10 Meter weiter an der nächsten Bushaltestelle sitzen. Er ging zu ihm und setzte sich neben ihn. „Ach Ville was soll ich jetzt machen.“ „Also entweder ihr alles gestehen oder einfach mal abwarten was daraus wird, da ich nicht glaube das ihr auch wenn sie wieder in Deutschland ist den Kontakt abbrecht. Eure Telefonrechnung wird zwar ein bisschen hoch werden, aber ich glaub das könnt ihr verkraften.“ „Ja wahrscheinlich. Ich weiß nicht was dieses Mädel mit mir gemacht hat. Ich kenn sie erst knapp zwei Wochen und trotzdem reist es mir das Herz raus als wären wir schon für 5 Jahre ein Paar und sie geht einfach.“ „Mige ich bin wirklich sicher, das alles gut wird. Du wirst schon sehen.“ „Ja vielleicht. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, das sie so schnell wieder weg ist.“ „Ja damit hat keiner gerechnet, nicht einmal sie selbst. Aber wir machen uns heut noch mal einen schönen Abend zusammen und in zwei Monaten seht ihr euch wieder.“ „Wieso in zwei Monaten?“ „Ich hab mit Seppo vier freie Tage in Deutschland ausgehandelt, das heißt du bzw. wir können sie besuchen.“ „Des ist ja spitze. Warum hast du mir das nicht früher gesagt?“ „Weiß nicht. Ich hab’s irgendwie vergessen.“ „Oh man du bist manchmal schon ganz schön schusselig.“ „Ach Mige du weißt doch, rauchen tötet Gehirnzellen ab.“ „Oh mein Gott, dann muss ja in deinem Kopf ein Hohlraum sein.“ (An alle Ville-Fans, das konnt ich mir nicht verkneifen. Aber ich hoff ihr habt mich trotzdem lieb *gg*) „Manchmal bist du echt blöd.“ Beide lachten. „Komm lass uns gehen die Probe für heut hab ich gestrichen.“ Sie gingen noch schnell zurück zum Proberaum um ihr Zeug zusammen zu packen. Nun gingen die fünf jeder nach Hause um sich für heut Abend fertig zu machen.

 

„Andi ich bin wieder da!!!“ „Ok dein Flug ist gebucht. Morgen um zwei geht’s wieder Richtung Heimat für dich.“ „Ich freu mich zwar voll das jetzt der Traum von der Band in Erfüllung zu gehen scheint, aber ich finds voll schad jetzt wieder nach Hause zu fliegen. Wir haben uns grad mal drei Tage gesehen.“ „Ja aber ich werd wahrscheinlich diese Weihnachten eh kommen.“ „Was das ist ja klasse. Wie kommt’s den zu der Ehre?“ „Na ja ich will das Mama und Papa Kristin kennen lernen. Ich will ihr en Heiratsantrag machen.“ „Oh mein Gott ich freu mich so für dich.“ Sie fiel ihrem Bruder um den Hals. „Wann lern ich sie den kennen. Wie wär’s mit heute Abend? Die Jungs und ich wollen feiern. Ich würde mich echt voll freuen wenn ihr beide mit kommen würdet.“ „Des ist eigentlich die Idee. Ich ruf sie gleich mal an.“ Während Andi mit Kristin telefonierte, ließ sich Tina auf das Sofa fallen. >Mein Gott das kann doch net wirklich jetzt alles passieren. Meine schönen Ferien sind jetzt auch schon vorbei. Na ja, aber jetzt passiert endlich was mit der Band, dass hab ich doch immer gewollt.< Andi kam zurück ins Wohnzimmer. „Du siehst irgendwie ziemlich geschafft aus.“ „Ja hast recht ich seh wirklich scheiße aus.“ „So war das jetzt nicht gemeint. Von was kommts?“ „Na ja zum einen die Feierei mit den Jungs, dann lieg ich Nachts noch Stunde lang wach und denk nach und dann wenn ich mal eingeschlafen bin hab ich so en blöden Traum, das ich höchsten eins bis zwei Stunden pro Nacht schlaf.“ „Du machst dir ziemlich viel Gedanken in letzter Zeit, oder?“ „Ja und das ich nach so kurzer Zeit wieder Heim muss machts net einfacher.“ „Du liebst ihn.“ „Was? Wen?“ „Du weißt genau wenn ich mein. Du liebst ihn. Weißt aber nicht ob er es auch tut. Willst ihn nicht als Freund verlieren. Soll ich noch weiter aufzählen.“ „Bruderherz du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.“ „Ich sollte Psychiater werden.“ Sie lachten und umarmten sich. „Du ich geh jetzt mal unter die Dusche und mach mich fertig. Ich will ja an meinem vorerst letzten Abend mit den Jungs besonders hübsch aussehen.“ „Ja mach das.“ Tina verschwand im Bad.

 

„So ich bin fertig. Wann kommt den Kristin?“ „Wow! Du siehst wirklich klasse aus. Also wenn du net meine Schwester wärst.....“ Beide lachten. „Du bist echt der Oberspinner. Na und wann kommt sie?“ „Sie müsste eigentlich jeden Moment kommen.“ Da klingelte es auch schon. „Ich mach auf... Hi Kristin! Komm rein. Ich bin Tina.“ „Hi, nett das wir uns auch mal kennen lernen. Ja und natürlich Glückwunsch zu deinem Plattendeal.“ „Ja danke auch wenn des sich ja eigentlich erst in zwei Tagen richtig feststeht.“ „Ach was mir dein Bruder schon alles erzählt hat, kann doch gar nix schief gehen.“ „Was hat er den sonst noch so alles über mich erzählt?“ „Nur gutes Schwesterherz. Nur gutes.“ „Das will ich aber auch stark hoffen.“ Alle drei lachten. „So Ladys wir sollten wirklich los. Sonst kommen wir noch zu spät.“ „Ok wir sollten die Jungs nicht warten lassen.

 

„Mige!!! Wie lang brauchst du en jetzt noch?“ „Ach Ville jetzt hetz mich doch nicht so. Ich beeil mich doch schon.“ „Es interessiert wirklich niemand, wie du aussiehst.“ „Aber mich, verdammt.“ „Man du benimmst dich wie ein pubertärer Teenager.“ „Ja na und. Lass mich halt.“ „Lass mich halt.“, äffte Ville ihn nach. Als antwort bekam er en Schuh nach geworfen. „Man verdammt. Des hat weh getan.“ „Sorry Ville, aber ich bin jetzt auch fertig.“ „Na also. Es geht doch.“ So fuhren auch sie in Richtung Kneipe.

 

Die Fünf, also Tina, Andi, Kristin, Mige und Ville kamen gleichzeitig an der Kneipe an. „Hi!!! Schön das wir noch mal alle zusammen kommen.“ „Oh guckt mal, da ist heut Karaoke.“ „Oh geil, ich lieb Karaoke.“ „Also nichts wir rein.“ Als sie reinkamen, saßen Linde, Burton und Gas schon an einem Tisch und lachten sich einen ab. Tinas Blick ging automatisch zur Bühne. Sie musste auch gleich lachen, da fünf Punks eine sehr witzige Version des Backstreet Boys-Hits `Larger than Life´ zum Besten gaben. „Ach ich liebe Karaoke!“ Sie bestellten sich erst mal was zu trinken. Tina war als erstes so mutig und schwang sich auf die Bühne. Sie sprang ganz aus ihrem gewohnten Image und versuchte sich an Shakiras `Whenever, Wherever´ . Zum Glück hatte sie eigentlich mit keiner Gesangslage Probleme und es ging ihr recht gut von den Lippen. Da sie auch schon seid ihrem 11. Lebensjahr tanzt und auch schon ein Jahr Bauchtanz macht, hatte sie auch mit dem richtigem Hüftschwung das Publikum unter Kontrolle. Völlig verschwitzt kam sie an den Tisch zurück. Den fünf HIM-Jungs standen immer noch ein bisschen die Münder auf. Andi wusste natürlich was seine Schwester alles konnte. „Jungs, Mund zu es zieht.“ „Ähm, nach dir traut sich jetzt bestimmt keiner mehr auf die Bühne, weil sich jetzt jeder blamieren würde der auf die Bühne geht.“ „Ach Burton du übertreibst immer so schön.“ Sie hatten noch einen total witzigen Abend. Tina unterhielt sich gut mit Kristin und schloss sie gleich in ihr Herzen. Auch die HIM-Jungs verstanden sich super mit Andi und Kristin. Nach einigen Bieren und einigen lustigen Gesangsdarbietungen waren sie nur noch am lachen. Was wohl hauptsächlich am Bier gelegen hat. Gegen fünf Uhr entschieden sie sich dann Tina, Andi und Kristin den Heimweg an zu treten. „Was ihr wollt schon gehen.“ „Ja ich bin voll müde und die anderen zwei müssten eigentlich morgen arbeiten.“ „Oh des ist blöd. Wann geht morgen dein Flieger?“ „Um zwei Uhr.“ „Ich denk das wir mit zum Flughafen kommen, oder Jungs?“ Allgemeines nicken. „Ihr wollt mir wohl den Abschied besonders schwer machen.“ „Ja natürlich. Wir müssen ja garantieren das du wieder kommst.“ „Na ja des auf jedenfall.“ „Also machts gut bis morgen.“ Gegen sechs Uhr machten sich dann auch der Rest nach Hause.

 

Am nächsten Tag...

 

„Tina!!!! Wir müssen los!“ „Ja, brüll doch net so! Bin doch schon da.“ „Du verpasst noch dein Flieger wenn du noch lange so rum trödelst.“ „Ja, ja ich weiß.“ Wie es zu erwarten war haben alle verschlafen und es war bereits kurz nach 12 Uhr. Fünf Minuten später saßen sie endlich im Auto. „Hoffentlich hab ich jetzt auch alles dabei.“ „Na ja spätestens an Weihnachten kann ich dir dein Zeug bringen, wenn du was vergessen hast.“ „Ganz toll.“ Sie kamen am Flughafen an. „Oh dein Lieblingsparkplatz.“ „Ja der gefällt mir wirklich.“ Beide lachten. Sie kamen in die Flughafenhalle in der die Jungs schon mehr oder weniger fit auf sie warten. „Ihr habt auch schon mal besser ausgesehen.“ „Ja danke Tina. Wir freuen uns auch dich zu sehn.“ „Ach Ville. Das weiß ich doch. Wartet ihr schon lang?“ „Nee halb so wild, aber warum seid ihr so spät?“ „Unser Schätzchen hier.“ *auf Tina zeig* „Hat verschlafen und hatte dann auch net mal ihrn Koffer gepackt.“ „Petze.“ Alle lachten. „Das muss Geschwisterliebe sein.“ Sie gaben ihr Gepäck hab und standen jetzt alle beisammen um sich zu verabschieden. „Och ich will eigentlich noch gar net los. Außerdem fang ich gleich an zu heulen. Warum musstet ihr alle herkommen? Des machts mir doch noch schwerer.“ „Tja wir wollen dich heulen sehn.“ „Na toll.“ Sie verabschiedete sich erst von Gas und Burton, dabei kullerte ihr schon die erste Träne über die Backe. Dann kamen Linde und Ville dran. Bei Mige konnte sie sich grad noch einen Heulkrampf verkneifen. >Ach Mige wenn du wüsstest.< Dann verabschiedete sie sich noch schnell von ihrem Bruder. „So hoffentlich sehn wir uns bald wieder. Ich ruf einen von euch übermorgen nach dem Termin mit der Plattenfirma an um zu erzählen wie es gelaufen ist. Als machts gut.“ „Machs gut.“ Sie drehte sich rum und machte sich auf den Weg zu ihrem Flugzeug. Als sie endlich auf ihrem Platz saß, konnte sie Tränen endgültig nicht im Zaum halten. „Entschuldigung ist mit ihnen alles in Ordnung?“ Tina wischte sich grob die Tränen vom Gesicht und erkannte verschwommen die Stewardess vor ihr. >Mein Gott was für ne blöde Ziege. Die sieht doch das es mir scheiße geht.< „Ja alles in Ordnung.“

 

„Mige!!! Warte!!!“, schrie Ville und war schon hinter ihm her. „Oje des kann ja noch heiter werden.“ „Ähm Linde, was ist den los? Bin grad verwirrt.“ „Ach Andi, dein Schwesterherz bringt unsern Basser ganz schön durcheinander.“ „Nee oder?“ „Doch du siehsts ja.“ „Witzig.“ „Witzig?! Was ist daran bitteschön witzig?“ „Sorry so war des nicht gemeint, aber es ist deshalb witzig, weil Mige auch bei Tina gewisse Gefühle auslöst und sie sich schon die ganze Zeit, seid sie ihn kennen gelernt hat, voll die Gedanken macht wie sie damit umgehen soll. Wenn ich mir jetzt vorstell das beide total verschossen sind, aber beide total schüchtern sind und es nicht schaffen zu checken das sie schon längst glücklich zusammen sein könnten.“ „Witzig.“ „Sag ich doch.“ Sie verließen zusammen den Flughafen.

 

>Zum Glück war der Flug nicht zu lang.< Tina checkte gerade aus. Sie sah Tim schon auf sich zu kommen. „Hi Tina! Guten Flug gehabt? Irgendwie siehst du verdammt scheiße aus.“ „Hi Tim! Danke für das tolle Kompliment. Ich freu mich auch dich wieder zu sehen.“ „Na erzähl doch mal was los ist?“ „Ähm ist es dir Recht, wenn wir ein anderes mal darüber reden.“ „Oh verstehe.“ Auf dem Weg nach Hause hat sie im dann doch alles erzählt. „Das ist wirklich blöd, aber du hast ihn ja net das letzte mal gesehen.“ „Ja das stimmt.“ „Aber lass uns mal über was anderes reden. Wie kommen wir eigentlich zu der Plattenfirma.“ „Mim Auto ich frag meine Eltern ob wir den großen Van bekommen, da passt alles rein und ich hab mir gedacht das wir mit ner Videokamera alles aufnehmen und dokumentieren.“ „Jap des ist ne super Idee.“

 

Der große Tag

 

„Tim, Nico, Sam, Chris kommt ihr endlich wir müssen los!!!“ >Das Jungs immer an so wichtigen Tagen soooo trödeln müssen.< „Jetzt macht mal hinne, wir sind spät dran.“ „Jaja immer schön ruhig bleiben.“ „Guter Witz. Habt ihr die Gitarren dabei?“ „Ja natürlich. Ganz verpeilt sind wir auch net.“ „Sicher?“ „Du bist blöd.“, kam es gleichzeitig von allen vier. „Na warte ab jetzt werden alle deine Gemeinheiten auf Band festgehalten.“ „Oh da hab ich aber Angst. So erst mal schö Musik anmachen.“ Und schön dröhnte System of a Down aus den Lautsprechern. Sie hatten zwei Stunden fahrt vor sich. „Hey Tina, was kaufst du dir von der ersten Millionen die wir verdienen?“ „Wie bist en auf die Frage gekommen.“ „Na ja wir werden doch jetzt alle Megasuperstars.“ Bei dem Satz konnten sie sich alle nicht mehr zusammen reißen. „Sagt mal Jungs was machen wir eigentlich wenn’s nicht klappt.“ „Ach des klappt. Das du immer so negativ denken musst.“ „Du weißt doch das ich des so gut kann.“ „Ja wirklich deine Spezialität. Aber jetzt sag mal aus scheiß was du dir kaufen würdest.“ „Mal überlegen...Ich glaub eine nette kleine Villa in Finnland mit Sauna und Pool und dem ganzen Schnick-Schnack. Natürlich mit ausreichend Gästezimmer das ihr mich immer besuchen kommen könnt.“ „Das gefällt mir. Finds voll nett das du immer auch ein bissl an uns denkst.“ „Ja, das hab ich mir fast gedacht.“

 

>Oh mein Gott ich mach mir gleich in die Hose.< „Tina geht’s dir gut?“ „Nee überhaupt net ich glaub ich muss gleich brechen. Warum lassen die uns überhaupt so lang warten. Ich kann die jetzt schon net ab.“ „Geht mir genau so.“ Sie saßen in einem riesen Büro und warteten seid einer geschlagenen Stunde auf den Plattenmensch (mir is kein anderes Wort eingefallen), als endlich dir Tür aufging.

 

1 Stunde später...

 

„Ich glaub ich steh grad neben mir.“ Alle Fünf standen vor dem Gebäude der Plattenfirma und starrten mit offenen Mündern ihre Verträge an. „Wir habens wirklich geschafft. Ich kanns gar nicht glauben. Los ab nach Hause und in die nächste Kneipe. Des müssen wir jetzt richtig feiern.“ Gesagt getan. >Bevor ich anfang was zu trinken sollte ich noch einen der Jungs anrufen.< „Hi Ville, ich bins. Wir kommen grad von der Plattenfirma.“ „Und?“ „Wir haben den Deal. In drei Tagen gehen wir schon ins Studio und Anfang Januar soll die CD rauskommen.“ „Oh schon so bald, dann werdet ihr jetzt ganz schön Stress haben, besonders du.“ „Das befürchte ich auch.“ „Wenn du irgendwelche Fragen oder Probleme hast, kannst du mich jeder Zeit anrufen.“ „Danke Ville des ist voll lieb von dir. Kannst du den anderen und meim Bruder bescheid sagen.“ „Ja klar mach ich und bevor ichs vergess die Jungs und ich haben beschlossen das wir euch als Vorband haben wollen für unseren Silvestergig.“ „Echt? Ist das euer ernst?“ „Ja natürlich. Seppo wird sich um alles restliche kümmern.“ „Oh Mann des ist der Hammer. Dankeschön.“ „Na ja wir ham en bissl Angst das ihr uns an die Wand spielt.“ „Der Witz ist gut, wir werden wahrscheinlich nie besser werden als ihr. Ähm kann ich dich morgen mal anrufen, ich hab da einen Plan, aber jetzt ist es so en bissl blöd dir des auf die Schnelle zu erzählen, wir wollen nämlich noch en bissl feiern. Ich mein man bekommt ja nicht jeden Tag en Plattendeal.“ „Ja des stimmt. Dann viel Spaß noch und wir telefonieren.“ „Ja auf jedenfall. Machs gut.“ „Jungs ich hab en Gig für uns.“ „Hä, wie des? Wo hasten den jetzt schon wieder her?“ „Hab grad mit Ville telefoniert. Wir sind an Silvester die Vorband von HIM im Tavastia!!!“ „Oh Mann des ist ja klasse. Gut das wir so Kontakte durch dich haben. Da drauf trinken wir aber jetzt einen. Aber natürlich net irgendwas bei diesem speziellen Moment. Also fünf Jägermeister bitte!“

 

Zeitgleich in einem dreckigen Proberaum in Finnland...

 

„Hey Jungs, Tina hat vor ner halben Stunde bei mir angerufen. Die haben den Vertrag, wie schon erwartet, bekommen und ich hab ihr auch gleich wegen Silvester bescheid gesagt.“ „Super und was hat se sonst noch gewusst.“ „Nicht viel, sie war noch leicht konfus. Die sind jetzt erst mal feiern gegangen.“ „Oh des wird böse. Könnt ihr euch noch erinnern wie wir gesoffen haben als wir den Vertrag in der Tasche hatten.“ „Oh erinner mich net da dran, da wird mir jetzt noch schlecht.“ „Ich hoff sie feiert noch schön die nächsten Monate werden die Höhle für sie, denk ich. Sie hat mir nämlich erzählt das die in 3 Tagen schon ins Studio gehen und Anfang Januar soll die CD schon rauskommen.“ „Oh des wird ja Stress pur.“ Sie probten noch ihre neuen Songs, da es auch für sie am nächsten Tag auf Promotour gehen sollte. „Also dann sehen wir uns morgen hier vorm Proberaum und dann geht’s los.“ „Ja also bis morgen und geht heute alle schön früh schlafen, dass ihr fit seid.“ „Ja Papa.“
„Na Mige, wieder alles in Ordnung?“ „Nee net wirklich, aber ich red mir die ganze Zeit ein, das die 3,5 Monate bis Silvester schnell rumgehen.“ „Des gehen die doch auch ganz schnell.“ „Ja ich hoffs mal.“ „Und dann hörn wir auch mal die ganze Band live, aber die Musik ist DIR wahrscheinlich scheiß egal.“ „Du hasts erraten.“ Dann trennten sich Mige und Villes Wege, denn beide mussten noch ein paar Besorgungen für die Tour machen.

 

>Ahh, dieser scheiß Traum. Der macht mich noch verrückt.< Tina saß wieder schweißgebadet in ihrem Bett. >Oh Shit mein Kopf. Wo sind die Asperin, aber schnell.< Sie machte sich erst mal Kaffee und Müsli. Nach so einem Abend musste auch sie ausnahmsweise etwas zum Frühstück essen. >Ich hab noch 6 Stunden Zeit bis ich mich mit den Jungs im Proberaum treff.< Sie wollten heute noch besprechen, welche Songs aufs Album sollen. >Da kann ich den Jungs auch etwas von meinem Plan erzählen. Hoffentlich unterstützen sie mich dabei, allein schaff ich des nicht. Ach ich muss ja auch noch mit Ville reden, aber ich glaub wenn ich den jetzt um 8 Uhr anruf killt der mich, obwohl geht nicht heut die Promotour los, da müsste er ja eigentlich schon wach sein. Soll ich es wagen? Ach übers Telefon kann er mir ja nix antun. Ein Versuch ist es Wert.< Schon wählte sie Villes Nummer. „Hi Ville, na schon wach.“ „Hi Tina, ja leider, aber was machst du schon wach. Habt ihr nicht gestern gefeiert?“ „Ja schon, aber na ja Träume können was ganz schön blödes sein.“ „Oh, wirklich blöd. Du wollst mir doch ein Plan erzählen.“ „Äh ja genau deshalb ruf ich an. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll.“ „So am Anfang wär gut.“ „Witzbold, also Na ja ich weiß nicht ob man mirs angemerkt hat, aber Mige...“ „Also hatte ich doch Recht.“ „Hä???“ „Na ja das es bei euch beiden gefunkt hat, hat ja en blinder mit Krückstock gesehen.“ „Wie meinst du bei uns beiden?“ „Man Tina, stell dich net blöd. Du weißt was ich damit mein. Mige steht, seid du aufgetaucht bist, voll neben sich.“ „Oh man, ich glaub ich muss mich jetzt erst mal hinsetzen.“ Lachen von der anderen Leitung zu hören. „Des macht meinen Plan dann doch um einiges einfacher.“ „Ja jetzt erzähl doch mal was du vor hast.“ Tina erzählte Ville ihren Plan (ja jetzt verrat ich euch des noch net, da müsst ihr wohl oder übel weiter lesen). „Des ist en bissl kitschig ich weiß, aber ich bin niemand der des so direkt macht.“ „Ich find die Idee voll klasse und du hast meine volle Unterstützung dabei.“ „Danke Ville und wo geht’s jetzt bei euch als erstes hin?“ „Erst mal hier in Finnland, Schweden, Norwegen, dann kommen wir zu euch nach Deutschland. Ach was mir bei dem Thema einfällt, da haben wir en paar Tage frei.“ „Kommt ihr uns da etwa besuchen?“ „Du hast es erraten.“ „Oh wie geil, da freu mich voll.“ „Da werden wir euch im Studio en bissl Gesellschaft leisten.“ „Oh ja, da hab ich eh schon voll den Schiss vor.“ „Warum?“ „Ich hab Angst das ich dem ganzen nicht gewachsen bin und ich des alles net so rüber bring wie ich des will.“ „Oh ich glaub du bist ne ganz schöne Perfektionistin, oder?“ „Ja was die Musik angeht auf jedenfall.“ „Das Problem hat ich auch, aber irgendwann lernst du es das Beste aus allem rauszuholen und bist dann damit auch zu frieden.“ „Des kannst du mir ja dann beibringen.“ „Ja natürlich – ich probiers zumindest.“ „Ja ok.“ „Du ich muss jetzt mal Schluss machen. Ich muss in ner halben Stunde schon am Treffpunkt sein.“ „Oh ich hoff ich hab dich nicht aufgehalten.“ „Nein quatsch, ich war eigentlich schon fertig mit allem.“ „Gut, Na ja dann wünsch ich dir noch viel Spaß und ihr könnt euch ja melden wann ihr genau kommt.“ „Ja des machen wir. Also machs gut.“ „Tschüss“ >Oh man. Ich fass es nicht.< Tina hätte am liebsten laut geschrien. Sie hat sich, aber dann doch entschieden noch mal ihre Gesangparts durchzugehen, war wohl das beste in ihrer Situation, immerhin sollte es bald ernst werden.

 

Der September verging. Das Album stand schon in Rohfassung und musste noch fertig abgemischt werden. Jetzt standen noch alle außer musischen Entscheidungen an. „So Jungs, wir müssen uns langsam mal Gedanken machen über die erste Single auch was Cover betrifft und wir brauchen noch en Cover fürs Album. Achja und vielleicht hat ja schon jemand ne Idee was Video angeht, aber ich denk wir sollten uns erst mal auf einen Song einigen.“ In den nächsten zwei Stunden wurde wild rum diskutiert und die Kreativität der Fünf schäumte nur so über. Am Ende wussten sie endlich welcher Song die erste Single geben sollte, wie das Video aussehen sollte und sie hatten schon ein paar Ideen für das Cover. „So ich hab grad mit Herrn Sauer (Manager) telefoniert. Ihm gefallen unsere Ideen und er managt es jetzt so das in ner Woche Fotoshoting fürs Cover und Booklet ist und in 2 Wochen dann Videodreh.“ „Ok super.“

 

1 Woche später...

 

Es war gerade halb sechs und Tina saß in der Maske. „Sie sollten wirklich mehr schlafen.“ „Ähm ja, ist alles im Moment en bissl stressig.“ >Blöde Ziege, ich weiß das ich net besonders gut ausseh heut.< Nach 1,5 stündiger Prozedur war Tina endlich fertig. Sie hatte extra eine Haarverlängerung bekommen. Die Jungs waren noch nicht da. >Wer kann es ihnen verdenken? Ist mir ehrlich gesagt auch lieber, wenn die jetzt noch nicht da sind.< Tina sollte nämlich mehr oder weniger nackt vor der Kamera posieren. Am Ende würde man zwar nichts sehen, aber die Fantasie lässt ja alles zu. Sie sollte so gekutscht da sitzen das man nichts sehen konnte und auch die längeren Haare verdeckten einiges. Für das entgültige Cover sollten ihr dann noch per PC Flügel wachsen. Nach 3 Stunden waren alle mit dem Foto zufrieden. Als die Jungs dann endlich kamen und das Bild sahen, verschlug es ihnen die Sprache. „Also wenn ich ne CD mit dem Cover im Laden stehn sehn würd, würd ich mir die auf jedenfall kaufen, da wär mir egal was für Musik da drauf wär.“ „Männer.“ „Ach Tina du weißt doch Sex Sells.“ In dem Moment klingelte Tinas Handy. „Hi Tina ich bins Mige.“ „Hi Mige, na wie geht’s?“ „Mir geht’s super. Was macht ihr grad?“ „Wir sind grad beim Fotoshooting fürs Album.“ „Na und wie läufts?“ „Ganz gut wir machen gleich die Bandfotos.“ „Schön, schön. Warum ich anruf? Wir haben in ner Woche diese vier freien Tage und ich wollte fragen wo ihr da seid.?“ „Ähm in ner Woche sind wir in Berlin und drehen das Video für unsere erste Single.“ „Des passt super unser letzter Interviewtermin ist in Berlin.“ „Des ist ja klasse. Du ich muss Schluss machen die warten schon alle auf mich. Wir telefonieren wenn wir in Berlin angekommen sind, ok?“ „Ja so machen wirs. Also ich will dich nicht länger aufhalten. Machs gut.“ „Ja du auch. Bye.“
„Na wer war den dran?“ „Neugierig bist du gar net, oder?“ „Och komm sag schon. War’s dein Süßer?“ Tina musste grinsen. >Wenn’s nur schon so weit wär.< „Ähm also die ham in ner Woche ihre freien Tagen und da kommen die Fünf uns alle besuchen.“ „Echt? Super.“ Sie machten sich endlich an die Arbeit um heut noch mit den Fotos fertig zu werden.

 

Eine Woche später...

 

Die ganze Band saß grad in Tinas Hotelzimmer auf dem Bett zwischen ihnen das Ergebnis der Fotosession. „Och man ich kann mich net entscheiden die sind alle gut geworden.“ Die Fotos fürs Booklet sollten entgültig ausgesucht werden. Wieder klingelte Tinas Handy. „Hi Tina! Ich bin’s Ville. Wo seid ihr grad?“ „Wir sitzen grad alle hier bei mir im Hotelzimmer und ihr?“ „Wir checken gerade in unser Hotel ein. In welchem seid ihr den?“ Sie nannte ihm den Namen des Hotels. „Dann sind wir schon mal im gleichen Gebäude.“ „Wirklich? Wenn ihr fertig seid könnt ihr ja mal vorbei schauen. Meine Zimmernummer ist die 323.“ „Ja wir kommen euch gleich mal besuchen.“ Etwa zehn Minuten später klopfte es an der Tür. Tina musste sich erst mal durch Hunderte von Fotos durchwälzen bis sie zur Tür kam. „Hi Jungs!!! Schön euch wieder zu sehen.“ Allgemeines knuddeln und vorstellen folgte. „Ähm irgendwie fehlt bei euch doch jemand.“ „Ja Mige ist auf sein Zimmer. Der hat voll die Erkältung bekommen.“ „Nee oder? Der Arme.“ „Du kannst ja dann mal zu ihm und ihn ein bisschen pflegen. Da geht’s ihm bestimmt gleich wieder besser.“ , grinste Ville sie frech an. „Ja das werde ich auch tun.“ „Was  macht ihr eigentlich grad.“ Ein Blick über das Chaos auf dem Bett folgte. „Wir haben grad die Fotos bekommen von letzter Woche und müssen uns jetzt für das Booklet welche raussuchen.“ „Zeig mal her.“ Nun stürzten also auch noch vier Finnen auf die Fotos zu. Es ging drunter und drüber. Als es Tina entgültig zu viel wurde. „JUNGS!!! JETZT REISST EUCH MAL ZUSAMMEN!!! SO FUNKTIONIERT DAS NET!!! SO BRAUCHEN WIR NOCH VERDAMMTE 10 STUNDEN UND WIR MÜSSEN IN NER HALBEN STUNDE UNSERE FAVOURITS RAUSGEBEN!!!ALSO MACHT JETZT MAL HALBLANG!!!“ acht total geschockte Gesichter sahen sie an und sortierten jetzt alle Fotos brav aufeinander. Bandfotos auf Bandfotos und Solo auf Solo. >Es geht doch.< „Ähm Tina.“ Kam es ganz leise zu ihrer rechten. Linde wollte wissen wie eigentlich das Cover aussah. „Ja warte, da hab ich en Bild von.“ Sie kramte in ihrer Tasche und gab Linde das Cover in die Hand. „Sexy, hä?“, kam es von Tim. „Jetzt Linde, geb des mal weiter. Wir wollen des auch sehen.“ , meldete sich Gas zu Wort. Jetzt starrten vier Finnen immer abwechselnd auf das Cover und dann auf Tina. „Ist was?“ Tina wurde rot. >So toll ist das jetzt auch net. Hoffentlich haben wir schnell en anderes Thema.< Aber keiner brach das Schweigen. „Ähm können wir uns jetzt wieder um die restlichen Fotos kümmern?“ Nach 20 Minuten hatten sie sich endlich auf die Fotos geeinigt und Tina rief das Management an um ihre Entscheidung zu melden. „Tina wie sieht’s eigentlich mit deinem Plan aus.“ „Schon alles vorbereitet.“ „Ich muss mich schon die ganze Zeit zusammen reißen, dass mir nix rausrutscht vor ihm“ „Pass bloß auf. Welche Zimmernummer hat er eigentlich?“ „Ich glaub 473.“ „Ok dann geh ich ihn mal besuchen.“ Sie schnappte sich die Tasse Tee die sie extra für ihn bestellt hatte und die Fotos, schließlich sollte er sie auch mal zu Gesicht bekommen, und machte sich auf den Weg ein Stockwerk höher. Sie klopfte an die Tür. „Jaa.“ Kam es leise von der anderen Seite der Tür. „Zimmerservice!“ „Aber ich hab doch gar nix bestellt.“ >Oje der Schleim blockiert wohl seine Gedankengänge.< Man hörte das Husten immer näher kommen bis die Tür endlich ein Stückchen aufging und ein Busch von Haaren zum Vorschein kam, die Tina dann schließlich als Mige´s Kopf identifizierte. „Oje siehst du schlimm aus.“ „Ach Tina du bists. Danke für dir Blumen.“ Sie knuffte ihm leicht in die Seite als sie an ihm vorbei ins Zimmer ging. „Ich hab gedacht ich komm dich mal besuchen und bring dir en schönen Tee vorbei.“ „Des ist voll lieb von dir. Was hast du da noch in der Hand?“ „Ach des sind die Fotos die wir grad fürs Booklet rausgesucht haben.“ „Echt zeig mal her.“ „Ja aber erst machst du dich mal wieder ins Bett und deckst dich schön zu.“ „Ja Mami ich geh ja schon.“ „Hast du den Hustensaft schon genommen der da steht?“ „Nee noch nicht. Ich hat ja noch nix zu trinken und ich schaff des irgendwie net mir den Saft auf en Löffel zu schütten ohne das die Hälfte daneben geht.“ Tina musst lachen. >Wenn Männer krank sind, bekommen se gar nix mehr hin.< Also steckte Tina Mige erst mal mit samt eines Fieberthermometers wieder ins Bett. „Ist nur en bissl erhöht. So und jetzt mach mal schön den Mund auf.“ Tina gab Mige den Hustensaft, aber sie steckte ihm den Löffel nicht einfach so in den Mund sondern machte lustige Flugzeuggeräusche und fuchtelte ein bisschen mit Saft vor seinem Mund rum, wie man es immer bei kleinen Kindern so gern macht. Sie reichte ihm noch schnell die Tasse Tee damit er was nachtrinken konnte. „Dankeschön.“ „Ach du wolltest ja noch die Fotos sehn.“ „Ja zeig mal her.“ Tina machte sich derweilen an die Arbeit Mige´s Koffer aus zu packen. „Die Fotos sind wirklich total super geworden. Du hättest jetzt wirklich net mein Koffer ausräumen müssen.“ „Ach ist doch nicht der Rede wert.“ >Ich wollte doch nur einen Grund haben deine Unterwäsche zu betatschen. Mein Gott manchmal bin ich echt schlimm.< Sie setzte sich noch ein bisschen zu ihm aufs Bett und sie quatschten ein bisschen. Ein bisschen ist gut, es vergingen fünf Stunden bis sich Tina wieder auf den Weg in ihr Zimmer machte.

 

Der nächste Morgen

 

5 Uhr. Tina saß mal wieder in der Maske. „Wann kommen den ihre Bandkollegen?“ „Ähm ich glaub so in ner Stunden.“ Schon fing sie an an ihr rum zu gleistern. >Also irgendwann wird diese ganze Schminkerei echt en bissl viel.<  „So das Make-up wäre fertig.“ Tina stand auf und zog ihr Kleid an. „Holla die Waldfee!!! Da sieht ja jemand verdammt gut aus.“ Tim war grad mit den anderen 3 in die Maske spaziert. „Wie sieht’s jetzt aus? Was passiert als erstes.“ „So ihr lasst euch jetzt erst mal hübsch machen und ich mach drinnen meine ganzen Soloszenen  und dann kommt die Performanceszene dran, dabei werdet ihr auch en paar Soloszenen mit euch gedreht.“ „Ok, dann viel Spaß.“ Das hörte sich gar nicht viel an, dauerte aber insgesamt 12 Stunden.
Es war schon dunkel als sie wieder ins Hotel zurück kamen. In der Lobby kam ihnen schon Linde entgegen. „Wir sind jetzt in der Bar, wenn ihr uns sucht.“ „Och da gehen wir doch gleich mit.“ Tina musste lachen. >Wenn meine Jungs nur einen Grund zum Saufen haben.< „Ich komm gleich nach ich schau noch mal nach unserem kleinen Patienten.“ „Ok mach des. Dem geht’s langsam schon wieder besser.“ „Das ist ja schön.“ Also stieg sie wieder in den Fahrstuhl und fuhr vier Stockwerke höher.

 

Klopf, klopf! „Tina bist dus?“ „Jaaa!“ kam es von der anderen Seite der Tür. „Na wie geht’s dir heute so?“ „Bin schon wieder fit - eigentlich. Hab noch en bissl schnupfen aber der ist auch schon fast weg.“ „Das ist schön. Das `eigentlich´ überzeugt mich zwar nicht richtig, aber naja. Hast du Lust mit runter zukommen? Wir sitzen alle an der Bar und wollen auf unser Video an stoßen.“ „Ja ich komm mit. Wie wars eigentlich? Sehr anstrengend?“ Währen sie im Fahrstuhl einstiegen erzählt Tina wie der Dreh war und um was es überhaupt geht im Video. „Hört sich gut.“ Sie kamen an der Bar an. „Na geht’s unserem kleinen Basser wieder besser?“ kam es von Ville. Tina musst Mige erst mal die anderen vorstellen, da er ja gestern nicht dabei war als sich alle kennen gelernt hatten.
„So wie lang habt ihr den noch frei?“ „Bis übermorgen.“, antwortete Linde. „Und Ihr?“ „Wir müssen morgen wieder los. Unsere Promotermine fangen an.“ „Oje, dann viel Spaß mit den tollen Journalisten.“, sagt Ville in einem sehr ironischen Ton. „Mach mir halt Angst, hab die Hosen schon verdammt voll deswegen.“ „Ach naja ist eigentlich ganz lustig. Nur nach dem 100sten Interview wird’s ziemlich langweilig immer die selben Fragen gestellt zu bekommen.“ „Hmm, naja ich lass mich mal überraschen wie sie mir die Worte im Mund rumdrehen.“, meinte Tina mit leicht gequälten Blick. „Ja des machen die gern, aber einfach drüberstehen. Des ist am Anfang leichter gesagt als getan, aber das packt ihr fünf schon.“ „Wann bekommt man eigentlich euer Video mal zu Gesicht?“ „Des muss jetzt erst mal geschnitten werden. Herr Sauer hat aber gemeint das er in 1 Wochen das Video schon im TV haben will. Wie er das so schnell machen will ist mir nicht klar, aber lassen wir den guten Mann mal machen. Aber lasst uns doch mal aufhören von der Arbeit zu reden und unseren letzten gemeinsamen Abend bis Silvester noch ein bisschen genießen.“ Bei diesen Worten musste Mige ein bissl schlugen >Ach Mist, wieder lange warten bis ich Tina wieder sehe<  „Ich bin sofort dabei.“ Das war natürlich Villes Stichwort und er gab eine Runde Bier aus. Es war ja eigentlich klar wie der Abend ausging. Um ca. 3 Uhr machten sich 10 torkelte Musiker auf den Weg zu ihren Zimmern.

 

Am nächsten Morgen:
Sie hatten gestern noch beschlossen gemeinsam zu Frühstücken und so wurden Tische für sie alle zusammen geschoben, dass sie alle genügend Platz hatten. Allgemeine Katerstimmung herrschte am Tisch. Besonders Tinas Band sah schlecht aus. „Na Jungs ihr seid das finnische Saufverhalten noch nicht gewohnt.“ „Klappe Tina-Mausi.“ „Ach Tim sei doch nicht gleich beleidigt. Ihr könnt ja jetzt 2,5 Monate trainieren bis wir in Finnland sind.” >2,5 Monate voller Stress.<, fügte Tina noch in Gedanken dazu. „Wenn ich im Moment nur an Alkohol denke wird mir schlecht.“ „Na ja so wie ich dich kenne hast du heut Abend wieder ein Bier in der Hand.“ „Das kann sein, aber jetzt ist nicht heut Abend.“ Jetzt konnte sich der Rest der Truppe das Lachen nicht verkneifen. „Ich werde meine Finnen ganz schön vermissen.“ „Ich wusste gar nicht das wir dein Eigentum sind, Tina-Mausi.“ „Ach, Ville-Bärli ich hab euch doch alle so lieb.“ „Hör doch auf mir kommen gleich die Tränen.“, kam es von Gas mit einem kleinen gespielten Schluchzer. (Irgendwie eine sehr lustige Vorstellung *g*) Nach einer Stunde hatten sie fertig gefrühstückt.
„So nun heißt es mal wieder Abschied nehmen, was?“ „Ja Mige, leider“ „Aber ich freu mich schon sehr auf Silvester und dann bin ich ne ganze Woche in Helsinki“ „Echt? Des ist ja klasse.“ „Ja ich glaub ich brauch dann auch ganz dringend Urlaub. So viele Termine wie uns Herr Sauer aufs Auge gedrückt hat.“ „Ach keine Sorge, das wird schon und wenn du hast ja meine Nummer. Du kannst mich jederzeit anrufen.“ „Ja des werde ich auch auf jedenfall machen.“ „Ok, also dann bis Silvester!“

 

Die nächsten Monate bis Silvester bestanden nur aus Interviews, kleinen Promo-Gigs und noch mehr Interviews. Die Arbeit zahlte sich zwar aus, den eine Woche nach Veröffentlichung der ersten Single war sie auch schon in den obersten Rängen der Charts und etwa 3 Wochen auf Platz 1, aber sie forderte auch ihren Preis. Tina hatte an die 10 Kilo abgenommen und wog jetzt nur noch 50 kg. Die seelische Belastung wurde für sie immer schlimmer, den die Presse stürzte sich regelrecht auf sie und verbreitete jede Woche ein neues Gerücht über sie. Nur die Band wusste das ihr Körper auch langsam schlapp machte sie wurde schon zweimal nach einem Gig in der Gardarobe ohnmächtig. Die ganze Band bettelte Tina an doch endlich einmal zum Arzt zu gehen, doch dies lies erstens Tina und zweitens der Terminplan nicht zu. „Ach Jungs, jetzt macht euch nicht so viele Gedanken. Ich vergess nur öfters mal das Essen in letzter Zeit.“ „Wie kann man den Bitteschön das Essen vergessen?“ „Ähm, weiß auch nicht. Passiert irgendwie. Ach Papi, keine Sorgen mehr machen. Morgen es ich mein Tellerchen ganz leer.“ „Ja Tochter, mach das auch, sonst gibt’s mal en paar auf die Löffel und es geht kerzengerade zum Onkel Doktor.“ „Naja in ner Woche fliegen wir ja schon nach Finnland. Das wird mir besser tun als jeder Doktor.“ „Du meinst Mige wird dir besser tun als jeder Doktor.“ „Genau das.“ „Bist du schon nervös wegen dem Gig?“ „Ja etwas, aber mehr positiv gespannt darauf als nervös.“

 

„OH MAN, ES IST SO SCHÖN EUCH WIEDER ZU SEHEN!!!“ Tina hatte Freudentränen in Augen, als sie die fünf Jungs auf dem Flughafen entdeckte. „Ja Tina, wir haben euch auch vermisst. Sei mir nicht böse, aber du siehst wahnsinnig fertig aus.“>Gemeinheit.< Tina tat so als wär sie beleidigt und zog eine Schnute. „Ja die letzten zwei Monate waren sehr anstrengend.“ „Ja wir haben euch etwas in den Medien verfolgt. Stimmt es das du ne Nasen-OP hattest?“ „Mensch Mige. Natürlich nicht.“ Sie gab ihm einen kleinen Klapps auf den Hinterkopf. „Na habt ihr euch auch schön auf den Gig morgen vorbereitet?“, meinte Ville mit einem kleinen Zwinkern zu Tina. „Ja natürlich Ville, ich bin schon so nervös.“ >Wenn ich nur daran denke wird mir irgendwie schlecht.<
Sie feierten diesen Abend natürlich noch etwas ihr Wiedersehen. Tina ging in einer ruhigen Ecke mit Ville noch einmal ihren Plan. „Oh Tina das ist so romantisch. Mige wird so was von geplättet sein.“ „Hoffentlich geht alles gut. Ich find je mehr ich darüber nachdenke ist mir die Sache viel zu kitschig und ich denk mir, ich sollte einfach zu ihm gehen und die Karten offen legen, aber dann schaue ich ihn an und mir bleibt die Luft weg und ich weiß ich bekomm es nicht gebacken ihm ins Gesicht zu sagen das ich ihn liebe.“ „Ach Sweetheart, mach dir nicht so viele Gedanken. Du tutst genau das Richtige.“ >Mige ist so ein Glückspilz. Ich wünschte so etwas würde eine Frau mal für mich machen.<

 

Der nächste Tag:
Kurz vor dem Gig. Tina lief schon seid zehn Minuten in der Garderobe hin und her. >Oh mein Gott, ich überleb den Abend nicht. Ich bekomm gleich ne Herzattacke. Nicht das der Gig heute schon aufregend genug ist. Macht mich mein Plan gleich wahnsinnig.< „Tina du machst uns alle total fertig. Du setzt dich jetzt schön hier her und trinkst jetzt mal einen Jägermeister zur Beruhigung.“ Tina setzte sich brav auf das Sofa neben Tim und trank einen Jägermeister, hörte aber nicht auf nervös mit ihrem Bein zu wippen. Die Tür ging auf. „In 10 Minuten geht’s los. Macht euch auf den Weg zur Bühne.“ „Ich glaub ich muss gleich kotzen.“ „Tina es wird alles gut du wirst schon sehen.“ Nachdem sie sich alle noch mal gedrückt haben, ging es schon auf die Bühne.

Der Gig verlief wahnsinnig gut. Die Leute gingen schon ab dem ersten Song ab. Sie waren schon bei der Zugabe und jetzt sollte der letzte Song kommen. „So Leute, jetzt kommt leider schon unser letzter Song. Dieser Song bedeutet mir wahnsinnig viel, denn ich habe ihn für eine ganz besondere Person geschrieben. Ich habe ihn im Sommer hier an eurem schönen Hafen kennen gelernt.“ Tina schaute kurz zu Mige und ihre Blicke trafen sich kurz. An seinem Blick erkannte sie das er verstand das er gemeint war. „Der Song heißt `Just love me´“ Tina, Nico, Tim und Alex schnappten sich jeweils eine Akustik-Gitarre und legten los. Im ganzen Club wurde es toten Stille.

 

I see flowers withering
And the sun goes down
The stars are covered with clouds
Only the moon lights up brightly in the night sky.
Let me be the moon for you

 

I encourage you and heal your heart
And drive the sadness out of you
Let me be your hope glow
I want to be your eyesight

 

The sheets die and fall to earth
Give me the strength to hold my sheets,
so that I can donate shade to you,
if the heat crushes you
I always want to be bound to you

 

I encourage you and heal your heart
And drive the sadness out of you
Let me be your hope glow
I want to be your eyesight

 

Let me lead your army,
which brings you the peace
I swear to you,
That I will be the strongest wall for you,
So that no pain meets you again

 

Everything what you must to do,
Is to love me
(ã MuseSound)
(Sorry mein Englisch ist miserabel, also für alle Fehler im Text – seht einfach drüber weg *g* )

 

Als die letzten Takte ausgeklungen waren rastete die Menge total aus. „Vielen, vielen Dank! Ihr ward ein bezauberndes Publikum. Einen guten Rutsch ins Neue Jahr!!!“ Die fünf verbeugten sich noch einmal kurz und gingen dann hinter die Bühne. Als sie von der Bühne waren, fielen sie sich erst mal alle in die Arme. „Mein Gott, ich glaub das war bis jetzt unser bester Gig.“ „Oja das glaub ich auch.“

Sie waren jetzt an ihrer Gardarobe angekommen, wo die fünf HIM-Jungs schon mit Sekt auf sie warteten.

Als Mige auf Tina zu ging, blieb ihr der Atem stocken .>Was hat er jetzt vor?< Er kam mit einem Gesichtsausdruck auf sie zu, den sie nicht deuten konnte. Er stand ihr nun genau gegenüber. Ihre Blicke schienen für ein paar Minuten ineinander zu verschmelzen. Als Mige dann ihr Gesicht in seine Hände nahm und ihr einen langen Kuss gab, hatte Tina das Gefühl ihr würde jemand den Boden unter den Füßen weg ziehen. >Oh mein Gott. Kann der Mann küssen.< Um sie brach nun ein Jubel aus. „Na also habt ihrs doch noch geschafft.“ „Wie Ville, sag bloß du hast von der ganzen Sache gewusst?“ „Ja natürlich hab ich’s gewusst. Ich musste Tina ja ständig Mut machen.“ „Ja das stimmt. Ich wusste nie, ob ich das Richtige tue.“ „So können wir jetzt bitte feiern.“, kam es plötzlich von Tim. „Ja ihr könnt schon feiern. Wir müssen ja in 10 Minuten raus auf die Bühne.“ „Dann feiern wir halt schon en bissl alleine. Hab ich auch kein Problem mit.“ Schon kamen en paar Feuerzeuge auf ihn zugeflogen. „Oh danke. Ihr könnt Gedanken lesen. Ich wollte mir grad ne Zigarette anstecken.“ In dem Moment steckt Silke den Kopf durch die Tür. „Hey Jungs ich such euch schon die ganze Zeit. Ihr musst auf die Bühne.“ „Ok Mutti, wir kommen.“ „Viel Glück mein Schatz. Ich liebe dich.“ „Ich liebe dich auch. Ich werde heut ganz besonders gut für dich spielen.“ (Anmerk. d. Verf. Mein Gott bin ich kitschig *kopf schüttel*) Sie gaben sich noch einen Kuss.

Der Gig der Jungs war auch der Hammer und Tina und ihre Jungens gingen ab als gäbe es kein Ende mehr. So waren sie von ihrem eigenen Gig noch gepusht. Tina war zwar eher durch den Kuss gepusht, aber ich glaub das ist jedem klar. Nach dem Gig wurde wieder kräftig gefeiert, so wie es schon fast Tradition bei den beiden Bands war. Mige und Tina konnten den ganzen Abend nicht mehr von einander lassen. Sie waren beide so glücklich, dass sie sich jetzt gefunden haben.

 

An dem Abend musste keiner von den beiden mehr alleine einschlafen. Sie kuschelten sich aneinander und schliefen ein. Tina hatte wieder den üblichen Traum. Doch diesmal war eine Kleinigkeit anders. Nicht wie sonst immer wachte sie auf bevor sie auf dem Boden aufzuschlagen drohte. Dieses Mal viel sie sanft in Mige´s Arme. Sie wachte kurz auf, lächelte in sich hinein, kuschelte sich noch ein bisschen mehr an Mige und schlief weiter. >Jetzt weiß ich das es genau das Richtige war.<

 

- Ende-

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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